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Norddeutschland Nord-SPD fordert Zusatz-Rente für Feuerwehr-Ehrenamtler
Nachrichten Norddeutschland Nord-SPD fordert Zusatz-Rente für Feuerwehr-Ehrenamtler
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11:54 12.06.2019
Ein Wohnhaus in Wohltorf (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat am frühen Donnerstagmorgen gebrannt. Es ist dabei komplett zerstört worden. Augenzeugen berichten von einer Explosion. Die Feuerwehr suchte nach Vermissten. Quelle: Christoph Leimig
Kiel

Schleswig-Holsteins SPD will den ehrenamtlichen Dienst in einer Feuerwehr durch eine Zusatzrente attraktiver machen. Land und Kommunen sollen zu gleichen Teilen einzahlen. Ab 67 sollen Ex-Feuerwehrmänner und -frauen dann einen kleinen Obolus ausgezahlt bekommen.

Land und Gemeinden sollen zahlen

Das Geld für die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehren soll bei der Versorgungsausgleichskasse der Kommunalverbände (VAK) angelegt werden, so schwebt es den Sozialdemokraten im Landtag vor. Bestand eine Versicherung keine 15 Jahre bis zur Rente oder Pension, soll das angesparte Kapital nebst Zinsen auch auf Schlag ausgezahlt werden können.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Beate Raudies fordert eine Zusatz-Rente für ehrenamtliche Feuerwehrleute. Quelle: Lutz Roeßler

„Feuerwehrleute verdienen unsere Solidarität und unseren Respekt. Sie haben einen harten Job, und den machen sie verdammt gut“, sagt die SPD-Abgeordnete Beate Raudies. Diese Wertschätzung dürfe sich aber „nicht nur auf warme Worte beschränken“. Neben der Wertschätzung werde damit zudem ein Anreiz für den Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren geschaffen – viele kleinere Wehren leiden seit Jahren an Nachwuchsproblemen. Dabei sei der Dienst dort „in besonderer Weise ein Dienst am Gemeinwohl, der sich aufgrund der damit verbundenen persönlichen Anforderungen und Gefahren von anderen ehrenamtlichen Tätigkeiten im Dienste der Allgemeinheit unterscheidet“, heißt es in dem Antrag.

49 000 Aktive im Land, 9900 bei den Jugendwehren

Wie teuer die Zusatzrente Land und Kommunen kommen würde und wie viel Geld die Ehrenamtler am Ende dabei herausbekommen würden, haben die Sozialdemokraten noch nicht ausgerechnet. In Schleswig-Holstein sind 49 000 Männer und Frauen in den Feuerwehren aktiv, die Jugendwehren haben rund 9900 Mitglieder. In Thüringen, das die Zusatzrente schon 2009 eingeführt hat, zahlen Kommune und Land pro Feuerwehrangehörigem zwölf Euro ein. Das Land erstattet den Gemeinden ihre sechs Euro über den Finanzausgleich. Bei rund 42 500 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten dort kommen pro Jahr Kosten von etwa 6,12 Millionen Euro zusammen. Das Ziel soll pro Ehrenamtler dann später eine monatliche Zusatzrente zwischen 50 und 80 Euro sein.

Absage von Jamaika

Die Kieler Jamaika-Koalition spricht sich aufgrund einer unklaren Finanzierungslage klar gegen die Zusatzrente aus.

Wolfram Hammer

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