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Norddeutschland Radeln zwischen Wiesen und Kornfeldern am Oldenburger Graben
Nachrichten Norddeutschland Radeln zwischen Wiesen und Kornfeldern am Oldenburger Graben
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07:45 16.08.2019
Familie Laaser fährt Jahr für Jahr wieder nach Dahme an die Ostsee. Einfach, „weil es so schön ist“.
Oldenburg/Dahme

Der Text des Songs „Ein Bett im Kornfeld“ von Jürgen Drews machen dieser Radtour alle Ehre: Felder, soweit das Auge reicht, „die Grillen singen und es duftet nach Heu“. Es ist idyllisch, ruhig und auf der gesamten Fahrt begegnet einem kaum eine Menschenseele, dafür sieht man aber umso mehr Tiere.

Die rund 36 Kilometer lange Tour, die nach Belieben um eine Strecke auf dem Deich entlang der Ostsee verlängert werden kann, startet am Oldenburger Bahnhof. Von dort ist es nicht weit zum Marktplatz, von wo aus man das Rathaus bewundern kann. Seit dem Jahr 1984 ist im Turm des Gebäudes ein aus 23 Glocken bestehendes Glockenspiel untergebracht. Bei einem Durchmesser von 18,3 bis zu 42,6 Zentimetern bringen es die einzelnen Glocken auf ein Gewicht von neun bis zu 55 Kilogramm. Ab 8 Uhr morgens schlägt das Klangspiel alle zwei Stunden die Uhrzeit und spielt dabei kurze Melodien. Für Touristen ein lohnenswertes Schauspiel.

Kurzer Abstecher in die älteste Backsteinkirche Nordeuropas

Wer sich einen kleinen Überblick über die Altstadt Oldenburgs verschaffen möchte, der kann sein Fahrrad für einen kurzen Spaziergang abschließen und bei einem Streifgang durch die Gassen auch der ältesten Backsteinkirche Nordeuropas, der Oldenburger Kirche St. Johannis, einen Besuch abstatten. Als romanische Basilika wurde die Kirche von dem letzten Oldenburger Bischof Gerold in den Jahren 1156 bis 1160 erbaut, ein Großteil der Innenausstattung der Kirche wurde allerdings bei einem Brand im August 1773 zerstört. Interessierte können von Ende März bis zum 25. Oktober zwischen 11 und 17 Uhr einen Blick hinter die alten Mauern der Basilika werfen.

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Zurück auf dem Marktplatz haben Besucher immer mittwochs und sonnabends zwischen 8 und 13 Uhr die Möglichkeit, sich auf dem Markt mit einem kleinen Picknick für die Fahrt einzudecken. Findet der Markt nicht statt, gibt es bei einem kurzen Zwischenstopp auf Gut Kremsdorf in Richtung Göhl die Möglichkeit, Proviant einzukaufen. Mit den Leckereien im Gepäck geht es dann zurück auf den Sattel. Auf einem gut geteerten Fahrradweg geht es entlang der Hauptstraße weiter nach Göhl – zur Rechten ein Feld voller Tannenbäume, zur Linken gelbleuchtende Kornfelder, gesprenkelt mit Kornblumen.

Zwischen Wiesen und Wäldern geht es mit dem Rad von Oldenburg in Richtung Grube. Quelle: Josephine Andreoli

Da es von Göhl nach Grube keinen gesicherten Fahrradweg gibt, fährt man am besten einen Umweg über Heringsdorf. Mutige Radfahrer können sich auch neben Treckern und rasenden Autos ihren Weg nach Grube bahnen. Der kleine Umweg ist jedoch die definitiv schönere Strecke.

Die Weite der Felder lässt einen die Autos vergessen

Zwar fährt man auch hier an der Straße entlang, aber der weite Blick über die Kornfelder lässt einen die vorbeifahrenden Autos schnell vergessen. „Diesen Fahrradweg empfehle ich Touristen immer gern“, sagt Lothar Kirches, der in Süssau wohnt. Mit dem Fahrrad ist er häufiger mal unterwegs: „Zum Einkaufen, um Freunde zu besuchen, oder Besorgungen zu machen – das ist schon schön.“

Von Oldenburg bis nach Dahme und wieder zurück: Mit dem Fahrrad lässt sich die Tour mit einem kurzen Abstecher zum Strand entspannt radeln.

Kurze Verschnaufpause bei Kaffee und Kuchen

Ein weiterer Pluspunkt an dem kleinen Schlenker: Das Gut Görtz nahe Heringsdorf eignet sich für eine entspannte Verschnaufpause. In ländlicher Atmosphäre kann man sich warmen Apfelkuchen und frisch gemahlenen Kaffee schmecken lassen. Ein Spielplatz gleich neben dem Café erfreut auch die Jüngsten.

Angekommen in Grube bietet sich ein kurzer Abstecher zum Strand an. Entlang der Straße sind es gerade einmal vier Kilometer, bis man das Meer erreicht.

Wenn das Wetter gut ist, lohnt sich eine Abkühlung im kühlen Nass. Ansonsten kann man auch den Fahrradweg auf dem Deich nach Lust und Laune entlangradeln. „Hier ist es schon wirklich wunderschön“, sagt auch Martina Laaser, die mit Tochter Laura und Mann Uwe Jahr für Jahr wieder aus Viersen bei Düsseldorf nach Dahme kommt. „Als wir noch keinen Hund hatten, waren wir auch immer viel mit dem Rad unterwegs, jetzt gehen wir aber an den Strand, wo wir vermutlich den ganzen Tag verbringen werden.“

Eine Runde um Oldenburg

Los geht´s in Oldenburg. Wer nicht mit dem Auto anreist, kann mit der Bahn bis nach Oldenburg fahren. Unweit des Bahnhofes kann man auch Fahrräder ausleihen.

Mit 36 Kilometern zählt die Radtour zu den mittellangen Strecken. Man kann die Route aber um einige Kilometer verlängern, wenn man einen kurzen Abstecher nach Dahme an die Ostsee macht. Dort kann man nicht nur baden gehen, sondern auch auf dem Deich entlangradeln.

Von dort aus geht es langsam wieder zurück in Richtung Oldenburg. Über Quaal bei Riepsdorf fährt man entlang der Landstraße bis in das Naturschutzgebiet Oldenburger Bruch. Dieses ist Bestandteil des Oldenburger Grabens, der sich quer über die Wagrische Halbinsel, von Hohwacht bis hin zur Lübecker Bucht, erstreckt. Die reich gegliederte Niedermoorlandschaft ist ein wertvolles Ökotop und der Lebensraum zahlreicher bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

Aufgrund ihrer Lage unter dem Meeresspiegel muss die Fläche ständig mittels Pumpen entwässert werden. Nur so kann sie auch landwirtschaftlich genutzt werden. Vor allem Kühe grasen auf den saftigen Wiesen. Durch diesen Naturerlebnisraum führt der Radweg knapp fünf weitere Kilometer, bis sich die ersten Häuser und Silos Oldenburgs zwischen den Wipfeln der Bäume abheben. Kaum passiert man das Ortseingangsschild, erreicht man den Bahnhof. Von hier fährt die Regionalbahn in regelmäßigen Abständen zurück in die Hansestadt.

Von Josephine Andreoli

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