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Norddeutschland Ausbruch von Pferdeherpes: Das sollten Tierbesitzer jetzt wissen
Nachrichten Norddeutschland Ausbruch von Pferdeherpes: Das sollten Tierbesitzer jetzt wissen
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18:04 22.03.2019
Wie können Pferde geschützt werden? Das fragen sich viele Tierbesitzer. Quelle: Siegmar - Fotolia
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Lübeck

Wie kann ich mein Pferd vor dem Herpes-Virus schützen? Ist es gefährdet oder sogar schon betroffen? Was tun, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist? – Diese Fragen stellen sich derzeit viele norddeutsche Pferdebesitzer. Die LN haben Antworten auf die wichtigsten Fragen über die Krankheit.

Was ist Pferdeherpes?

Pferdeherpes ist eine Infektion mit dem sogenannten Equinen Herpesvirus (EHV). Die Krankheit wird in der Regel über eine Tröpfcheninfektion durch Körperflüssigkeiten übertragen und ist weit verbreitet. Knapp 90 Prozent aller Pferde sind mit dem Erreger infiziert, häufig kommt es jedoch zu keinem Ausbruch. Über das Blut verteilen sich die Erreger im ganzen Organismus und nisten sich in den Lymph- und Nervenzellen des Pferdes ein. Dort sind sie für das Immunsystem praktisch unsichtbar.

Wie erkenne ich, dass ein Pferd am Herpes-Virus erkrankt ist?

Die Symptome einer Herpeserkrankung beim Pferd sind vielfältig und unterscheiden sich stark von denen, die beim Menschen auftreten. Es kann zu Fieber, Husten, aber auch Hautproblemen oder Störungen des Nervensystems, wie zum Beispiel Lähmungen, kommen. Bei tragenden Stuten kann die Infektion auch zum Abort führen. Die Symptome legen sich meist nach wenigen Tagen, in seltenen Fällen endet die Krankheit aber auch tödlich.

Was ist bei einer Erkrankung zu tun?

Pferdeherpes ist eine Virusinfektion und vergleichbar mit einer Grippe beim Menschen. „Wenn die Krankheit ausgebrochen ist, kann man nur noch die Symptome bekämpfen und die Abwehrkräfte stärken“, erklärt Carla Olschewski, Tierärztin aus Lübeck. Der Stall, in dem das erkrankte Tier steht, sollte am besten für mehrere Wochen eine Ein- und Ausgangssperre verhängen, um die Ausbreitung der Krankheit so schnell wie möglich zu stoppen. Auch Turniere und andere Veranstaltungen sollten erstmal nicht besucht werden. „Wenn das eigene Tier noch nicht betroffen ist, man sich aber in der Nähe von Herpesinfekten befindet, rate ich ebenfalls zu immunstärkenden Maßnahmen und einer verbesserten Hygiene“, sagt Olschewski.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen?

Auch andere Veterinäre empfehlen höhere Hygienestandards für Mensch und Pferd. „Es gibt da keine Vorgaben, die Tiere müssen nicht in Quarantäne“, erklärt Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein. Das Virus breche leider praktisch in jedem Winter irgendwo aus. Carla Olschewski erklärt, dass es außerdem eine Impfung gibt, um Pferde vor dem Virus zu schützen. Diese halte aber nur maximal ein halbes Jahr. „Eine Impfung ist nur dann wirklich effektiv, wenn der ganze Stall mitzieht und konsequent dabei bleibt“, sagt die Tierärztin.

Sind auch Menschen oder andere Tiere gefährdet?

Laut des Stormarner Veterinäramts könne das Virus zwar von Menschen auf Pferde übertragen werden, jedoch nicht umgekehrt. Besitzer und Züchter müssen sich also nicht um eine eigene Ansteckung sorgen. Aber auch andere Tiere, wie zum Beispiel Hunde, können die Krankheit an das Pferd weitergeben. Daher sei Sauberkeit und Hygiene stets wichtig.

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