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Norddeutschland Plattformen wollen Geschäfte in der Region Lübeck retten
Nachrichten Norddeutschland Plattformen wollen Geschäfte in der Region Lübeck retten
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19:13 25.03.2020
Support your local Lübeck Quelle: Lübecker Nachrichten
Lübeck

Die Idee: Händler und Gastronomen können sich auf einer Aktionsseite der LN kostenlos eintragen, die unsere Leser dann gefiltert nach Städten und Regionen finden können. Dann können sie lokal einkaufen, auch wenn die Geschäfte wegen der Coronavirus-Krise geschlossen sind. Auf der Internet-Seite zeigen wir, welche Geschäfte, Restaurants, Cafés, Einzelhändler, Freiberufler und andere Unternehmer in Ihrer Umgebung jetzt Hilfe brauchen – und wie Sie diese leisten können. Auf einer anderen Seite können sich Geschäftsinhaber mit ihrem Angebot eintragen.

LN-Geschäftsführer Höhn: Wir bringen Menschen zusammen

„Als Regionalzeitung bringen wir Menschen zusammen, dieser Auftrag gilt in diesen Zeiten mehr denn je“, sagt LN-Geschäftsführer Ingo Höhn. „Die neue Plattform bietet unseren Leserinnen und Lesern eine ideale Möglichkeit zur Vernetzung. In Not geratene Unternehmen finden hier Unterstützung und Kunden können mithelfen, dass die vielen tollen Geschäfte und Restaurants, die unser Leben im Norden täglich bereichern, die Krise überleben“, erklärt Höhn.

Mit diesem QR-Code landen Sie direkt sie auf der Aktionsseite. Quelle: LN

Restaurants verkaufen Gutscheine, Firmen suchen Spender

Es gibt viele Möglichkeiten: Restaurants verkaufen Gutscheine, die Kunden nach der Zeit der Schließung einlösen können, andere bieten einen Lieferservice und manche sind einfach auf Spenden angewiesen, um in dieser schwierigen Phase über die Runden zu kommen.

Minister Buchholz lobt: „Kreative und hilfreiche Idee“

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) lobt das Angebot. „Das ist eine ebenso kreative wie hilfreiche Idee, die mit dazu beiträgt, die Not auf beiden Seiten der derzeit geschlossenen Ladentheken zu lindern. Ich kann nur an jeden appellieren, davon reichlich Gebrauch zu machen – denn je mehr mitmachen, umso lohnender ist dieser Service“, sagt der Minister.

Auch die Hansestadt Lübeck startet Plattform zur Hilfe

Die Hansestadt startet eine Plattform zur Unterstützung der Lübecker Wirtschaft. Händler, Gastronomen, Kulturschaffende, Kreative und alle Firmen, die durch die Corona-Krise mit Einschränkungen zu kämpfen haben, sind aufgerufen, sich zu beteiligen. „Damit wollen wir das fördern und unterstützen, was im Social Web durch viele engagierte Firmen und Akteure in den letzten Tagen bereits vorangetrieben wurde“, erklärt Dario Arndt von der Wirtschaftsförderung Lübeck, die federführend ist. Auf www.HLfen.de können sich alle Unternehmen kostenlos mit einem kurzen Porträt darstellen und online Gutscheine für ihre Geschäfte anbieten. Die Internetseite wird im Laufe des Mittwochs freigeschaltet. „Die Lübeckerinnen und Lübecker haben so die Möglichkeit ihre Lieblingsläden mit einem Zukunftsversprechen über die schwierige Zeit hinweg zu helfen“, erklärt Arndt.

Wichtige Signalwirkung in der Corona-Krise

Es gehe dabei auch um eine wichtige Signalwirkung, an der sich jeder aus Lübeck beteiligen könne. „In der jetzigen Zeit ist es besonders wichtig, dass sich alle gegenseitig unterstützen“, betont Bürgermeister Jan Lindenau. „Über die Plattform kann jeder einen Teil dazu beitragen – und auch ein wichtiges Zeichen für den Zusammenhalt am Standort setzen.“ Die Wirtschaftsförderung ruft alle Unterstützer auf, ihren Support über die sozialen Medien zu teilen. Unterstützt wird die Plattform auch von Lübeck und Travemünde Marketing (LTM), dem Lübeck Management und dem Kulturtreibhaus.

Viele weitere Initiativen in der Region

Auch in den Kreisen sind ähnliche Initiativen entstanden. Auf der Internetseite www.tourismus-stormarn.de finden sich Angebote von Betrieben, unter www.reinfeld-hilft-sich.de können sich Betriebe und Dienstleister kostenlos eintragen lassen. In Bad Oldesloe gibt es die Facebook-Seite „Oldesloe hilft sich“ (die LN berichteten). Auf www.herzogtum-lauenburg.de/ein-herz-fuer-unsere-betriebe wird auf etliche Angebote von Dienstleistern und Händlern hingewiesen. Das Tourismus- und Stadtmarketing Mölln fordert dazu auf, auch in Krisenzeiten lokal einzukaufen, Unter www.moelln-tourismus.de/sonderaktionen steht, welche Betriebe einen Liefer- und Abholservice anbieten. In Ostholstein bündelt die Seite www.eutinhilft.de die Angebote.

LN-Facebook-Gruppe bringt Helfer zusammen

In Bad Segeberg suchen sich die Händler in der Innenstadt selbst Lösungen. Die IHK Schleswig-Holstein hat das Portal www.wir-FAIRzichten.de ins Leben gerufen. „Unsere Initiative soll den betroffenen Unternehmen unbürokratisch helfen, indem ein Teil ihrer Geschäftsausfälle solidarisch aufgefangen wird“, erläutert Hauptgeschäftsführer Björn Ipsen. Die Lübecker Nachrichten haben auf Facebook eine Gruppe „Coronavirus: Lübecker helfen Lübeckern“ ins Leben gerufen. Wer etwa Unterstützung beim Einkaufen oder einen Fahrservice benötigt, kann sich hier melden. Menschen, die womöglich wegen der Kinderbetreuung oder einer vorsorglichen Quarantäne gerade zu Hause bleiben müssen, können hier aktiv nach Helfern suchen. Und auch Vereine, Verbände oder ehrenamtliche Initiativen können sich hier vernetzen. Die Gruppe finden Sie unter Lübecker Nachrichten bringen Helfer zusammen

In diesen Tagen ist Solidarität gefragt – Nachbarn, Verwandte und Bekannte wollen sich in der Krise unterstützen.

Hilfsbedürftige und Mitbürger, die in diesen Tagen Hilfe anbieten können, sollen möglichst schnell zusammenfinden können. Die Lübecker Nachrichten haben deshalb auf Facebook eine Gruppe Coronavirus: Lübecker helfen Lübeckern“ ins Leben gerufen. Wer etwa Unterstützung beim Einkaufen oder einen Fahrservice benötigt, kann sich hier melden. Menschen, die womöglich wegen der Kinderbetreuung oder einer vorsorglichen Quarantäne gerade zu Hause bleiben müssen, können hier aktiv nach Helfern suchen. Und auch Vereine, Verbände oder ehrenamtliche Initiativen können sich dort vernetzen.

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