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Norddeutschland Polizei: Zahl der Einbrüche sinkt weiter
Nachrichten Norddeutschland Polizei: Zahl der Einbrüche sinkt weiter
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21:42 25.05.2018
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein geht immer weiter zurück.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Schleswig-Holstein geht immer weiter zurück. Quelle: dpa
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Kiel

Die Polizei will die Bekämpfung des Einbruchsdiebstahls auch künftig zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen. Das Kieler Innenministerium verlängert derweil das Einbruchschutzprogramm.

Mit dem Geld aus diesem Programm können Besitzer selbstbewohnte Wohnungen und Häuser sicherer machen. So gibt es beispielsweise Zuschüsse für den Einbau von Alarmanlagen, Bewegungsmeldern, besonders sicheren Türen oder die Nachrüstung von Fenster- und Terrassentürelementen mit einem Einbruchschutz.

Insgesamt stellt die Landesregierung dafür eine weitere Million Euro zur Verfügung. Das Programm wurde erstmals im Oktober 2016 aufgelegt. Die Nachfrage der Bürger war von Anfang an stark. Bis zu 1500 Euro gibt es pro Wohnobjekt. Bezuschusst werden alle Investitionen ab 1000 Euro, und das mit bis zu 15 Prozent der Kosten. „Das ist ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Einbruchskriminalität“, sagt CDU-Innenminister Hans-Joachim Grote.

Polizei: Anstieg versuchter Einbrüche

Tatsächlich betont auch die Polizei, dass die richtige Sicherung des eigenen Wohnraums ein entscheidender Faktor sei, um Einbrechern das Handwerk zu legen. Aus der Anfang des Jahres vorgestellten Dunkelfeldstudie gehe zudem hervor, dass es zuletzt einen Anstieg der Zahl der versuchten Einbrüche gegeben hat. „Das Verhältnis von vollendeten zu versuchten Taten hat sich deutlich verschoben“, sagt der Sprecher des Landespolizeiamtes, Torge Stelck. Das sei aller Wahrscheinlichkeit nach darauf zurückzuführen, dass die Schleswig- Holsteiner ihre Wohnungen und Häuser besser sichern.

„Mit unserem neuen Einbruchschutzprogramm stellen wir sicher, dass diese positive Entwicklung weiter fortgesetzt werden kann und dass weitere Schleswig-Holsteiner ihre Häuser und Wohnungen sichern können“, sagt der Innenminister. Verantwortlich für den starken Rückgang der Zahl der Wohnungseinbrüche sei aber auch die erfolgreiche Arbeit der Polizei. Deren landesweites Konzept gegen Einbrecherbanden zeige Wirkung. Es gebe beispielsweise mehr Kontrollen von Personen und Fahrzeugen und die Spuren von den Tatorten würden seit Kurzem von 28 eigens eingestellten Spezialisten im Kriminaltechnischen Institut ausgewertet.

Zahl so niedrig wie lange nicht mehr

So war schon im gesamten Jahr 2017 die Zahl der Einbrüche so niedrig wie lange nicht mehr. Insgesamt schlugen die Täter ausweislich der Kriminalstatistik 5492 Mal zu. 2015 waren es noch 9095 Fälle, 2016 waren es 6965. 126 Einbrecher konnten 2017 von den Beamten geschnappt werden, viele von ihnen seien für eine Vielzahl von Taten verantwortlich. Die positive Entwicklung spiegele sich auch fast ausnahmslos in den Kreisen wider. Das gelte auch für Lübeck und Ostholstein, heißt es von der Polizeidirektion Lübeck.

Von Wolfram Hammer