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Norddeutschland Geld für Terror? Polizei nimmt Tatverdächtige in Schleswig-Holstein fest
Nachrichten Norddeutschland Geld für Terror? Polizei nimmt Tatverdächtige in Schleswig-Holstein fest
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15:36 11.09.2019
Polizisten durchsuchten anlässlich einer Razzia in ganz Norddeutschland auch ein Gebäude in Stockelsdorf. Quelle: Holger Kröger
Kiel/Stockelsdorf

In 16 Objekten in Schleswig-Holstein hat das Landeskriminalamt (LKA) am Mittwoch Razzien durchgeführt. Grund der Durchsuchungen ist nach Auskunft der Staatsanwaltschaft Flensburg der Verdacht „der Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Auch in Stockelsdorf bei Lübeck durchsuchten Polizisten ein Gebäude.

In ganz Norddeutschland gab es am Mittwoch Razzien wegen des Verdachts einer kriminellen Vereinigung. Sehen Sie hier Bilder von einem Polizeieinsatz in Stockelsdorf bei Lübeck.

Die zuständige Staatsanwaltschaft in Flensburg wollte die genauen Orte der Razzia auf Nachfrage nicht mitteilen. Die Durchsuchungen in Schleswig-Holstein richten sich gegen elf Beschuldigte, zehn Männer und eine Frau. Die Beteiligten stammen überwiegend aus Syrien. Ihnen wird vorgeworfen, sich gewerbsmäßig und organisiert verabredet zu haben, im Zeitraum von Dezember 2018 bis Juli 2019 größere Finanztransaktionen durchgeführt zu haben, ohne eine Erlaubnis im Sinne des Zahlungsdienstegesetzes gehabt zu haben. Es soll sich um Summen im sechsstelligen Bereich gehandelt haben, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt.

Zwei Beschuldigte in Schleswig-Holstein festgenommen

„Wir prüfen auch, ob ein Verdacht auf Terrorfinanzierung vorliegt“, sagte Stahlmann-Liebelt. Das Geld soll ins Ausland verschoben worden sein, und die Beteiligten sollen dafür Provisionen kassiert haben. Die Herkunft des Geldes ist derzeit nicht bekannt. Das Geld soll mutmaßlich in mehrere Länder geflossen sein.

Zwei der Beschuldigten wurden festgenommen, gegen sie lag ein Haftbefehl wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Es sind zwei Männer aus Syrien im Alter von 34 und 37 Jahren. Sie sollen dem Haftrichter vorgeführt werden. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben der Oberstaatsanwältin größere Bargeldbeträge gefunden. Was die Ermittler noch sicherstellten, konnte sie zunächst nicht sagen.

Razzien auch in Hamburg und Flensburg

Überall in Norddeutschland ging die Polizei laut Medienberichten am Mittwochmorgen zeitgleich bei Razzien gegen mutmaßliche Terror-Unterstützer vor. Beamte hätten in Hamburg ein Haus im Stadtteil Eimsbüttel durchsucht, dabei sei ein Mann von Polizisten abgeführt worden. Auch in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden mehrere Objekte durchsucht. Nach NDR-Informationen gab es auch Durchsuchungen im Flensburger Raum.

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