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Prozess in Hamburg: Hellseherin soll 250.000 Euro gestohlen haben

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13:13 20.08.2020
Eine Hellseherin soll eine Kundin um 250.000 Euro betrogen haben.
Eine Hellseherin soll eine Kundin um 250.000 Euro betrogen haben. Quelle: Jean Didier/Pixabay/hfr
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Hamburg

Eine angebliche Hellseherin, die einer Kundin für ein Opferritual bestimmte 250.000 Euro gestohlen haben soll, steht am Donnerstag (13 Uhr) vor dem Hamburger Amtsgericht Barmbek.

Im August 2018 soll die damals 26-Jährige nach Angaben eines Gerichtssprechers ihrer 52 Jahre alten Kundin erklärt haben, sie könne deren an Krebs erkrankter Schwägerin helfen. Die Kundin müsse 250.000 Euro in Plastikfolie gewickelt unter der Matratze verstecken und intensiv beten. Sie selbst werde von ihrem Geld noch 50.000 Euro hinzulegen. Der Heilungserfolg sei davon abhängig, dass die Kundin anschließend keinesfalls nachschaue.

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Das Geld war weg

Einige Monate später tat die Kundin dies trotzdem und stellte erschrocken fest: Es befand sich nur noch Spielgeld unter der Matratze.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Angeklagten Diebstahl vor. Die Frau wohnt laut Gericht inzwischen in der Nähe von Köln.

Prozess kann nicht wie geplant stattfinden

Im Lauf des Tages wurde bekannt: Der Prozess kann am Donnerstag nicht wie geplant stattfinden. Die inzwischen in der Nähe von Köln lebende Angeklagte habe sich kurz vor Prozessbeginn vor dem Hamburger Amtsgericht Barmbek krank gemeldet, sagte ein Gerichtssprecher.

Es werde nun nach einem neuen Termin gesucht. (Az.: 3301 Js 26/19 (846 Ls 99/19))

Von RND/dpa