Rader Hochbrücke: Neuer Blitzer löst bei Sturm früher aus
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Norddeutschland Neuer Blitzer löst bei Sturm jetzt früher aus
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13:54 04.10.2019
Die Rader Hochbrücke ist am Sonntag wegen Bauarbeiten gesperrt. Quelle: dpa
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Rendsburg/Kiel

Die Rader Hochbrücke ist am Sonntag wegen vorbereitender Maßnahmen für die neue Blitzeranlage in Richtung Süden gesperrt. Während der Arbeiten von 7 bis 15 Uhr sei die A 7 zwischen der Anschlussstelle Büdelsdorf und dem Autobahnkreuz Rendsburg in Richtung Hamburg nicht passierbar, teilte der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) mit. Nach Abschluss der Vorbereitungsarbeiten sollen die Sensoren und Kameras voraussichtlich im Oktober eingebaut werden.

Tempo 60 bei Sturm

Auf der Hochbrücke gilt für Lastwagen Tempo 60. Autos dürfen bei normalen Windverhältnissen 100 Stundenkilometer fahren, bei Sturm gilt Tempo 60 auch für Autos, bei starkem Wind Tempo 80. Geblitzt wird bisher nur, wenn ein Auto mit mehr als 115 Stundenkilometern unterwegs ist – unabhängig von den Windverhältnissen.

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Bauwerk soll geschont werden

Anders als die bisherige Anlage sollen die neuen Geräte auch die bei Sturm reduzierten Geschwindigkeiten korrekt erfassen und zu schnell fahrende Autofahrer entsprechend belangt werden können. Die Blitzer waren im September 2015 installiert worden. Sie sollen helfen, dass sich Fahrzeuge an das Tempolimit halten und so das marode Bauwerk möglichst schonen. Laut LBV.SH soll die neue Anlage insgesamt für „mehr Gerechtigkeit zwischen den Verkehrsteilnehmenden“ sorgen.

LBV.SH: „Kaum Behinderungen“

Bis die neue Anlage installiert ist, werden auf beiden Richtungsfahrbahnen der A 7 – jeweils auf den Zufahrtsrampen der Rader Hochbrücke – Tagesbaustellen eingerichtet. Laut Landesbetrieb sollen die Arbeiten die meiste Zeit über keine Auswirkungen auf den Verkehr haben, da der überwiegende Teil neben der Fahrbahn, im Schutze von Absicherungsmaßnahmen auf dem Seitenstreifen, stattfindet.

Keine Fahrbahnreduzierung zu Stoßzeiten

„Für einige Arbeiten kürzerer Dauer auf der Fahrbahn müssen einzelne Fahrstreifen beider Richtungsfahrbahnen gesperrt werden. Im Voraus lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht genau sagen wann eine Fahrstreifenreduzierung eingerichtet wird“, sagte ein Sprecher. Dies hänge wesentlich von der Wetterlage, dem Baufortschritt sowie der Verkehrslage ab. Freitagnachmittags und zu den Hauptverkehrszeiten am Wochenende soll jedenfalls keine Fahrstreifenreduzierung stattfinden.

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Von jwu/dpa