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Norddeutschland Rendsburger Rathaus wegen Bombendrohung geräumt
Nachrichten Norddeutschland Rendsburger Rathaus wegen Bombendrohung geräumt
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12:05 26.03.2019
Das Rathaus in Rendsburg wurde wegen einer Bombendrohung evakuiert. Quelle: Paul Wagner (Archiv)
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Rendsburg

Das Rathaus der Stadt Rendsburg im Kreis Rendsburg-Eckernförde ist wegen einer Bombendrohung am Dienstagmorgen geräumt worden. Nach Angaben eines Sprechers der Polizeidirektion Neumünster durchsuchten seit 9.50 Uhr drei Sprengstoffhunde aus Neumünsterund Friedrichstadt das Gebäude. Sie fanden jedoch nichts. Laut Polizei wurde das Rathaus deshalb um 11.30 Uhr wieder freigegeben.

Bombendrohung gegen Rathaus kam per Mail

Laut Bürgermeister Pierre Gilgenast ging in der Nacht eine anonyme Mail mit der Bombendrohung gegen das Rathaus Rendsburg ein. Was genau in dieser Mail stand, möchte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht sagen. Fest steht nur: Um 6.15 Uhr hat eine Mitarbeiterin der Poststelle diese Mail gelesen und ihren Vorgesetzten, Stadtkämmerer Herwig Schröder, informiert und über den Notruf 110 die Polizei alarmiert.

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Rendsburg Stadtkämmerer Herwig Schröder sagte am Morgen den Kieler Nachrichten: "Ich habe dann zugesehen, dass alle Mitarbeiter das Rathaus verlassen." Unklar ist, wie viele Personen zu diesem Zeitpunkt bereits im Rathaus waren. Laut Herwig Schröder müssten es um diese Zeit erfahrungsgemäß 30 bis 40 Mitarbeiter sein. Kunden wären um 7.27 Uhr noch keine im Rathaus Rendsburg gewesen.

Rathaus bleibt den ganzen Tag geschlossen

Die Mitarbeiter des neuen Rathauses von Rendsburg sind vorübergehend im historischen Rathaus in der Innenstadt von Rendsburg untergebracht. Sie können an ihren Arbeitsplatz zurück, sobald die Polizei das Rathaus wieder freigegeben hat. Für Kunden bleibt das Rathaus Rendsburg laut Pierre Gilgenast den ganzen Tag geschlossen.

Auch andere Städte sind betroffen.

Mehrere Bombendrohungen in Schleswig-Holstein

In den vergangenen Monaten hatten mehrfach Bombendrohungen die Einsatzkräfte in Schleswig-Holstein auf Trab gehalten. Erst am Montag war nach einer Bombendrohung der Bahnhof Pinneberg kurzzeitig gesperrt worden, eine Woche zuvor hatte es das Flensburger Rathaus getroffen.

Zuvor hatte es unter anderem Drohungen gegen die vier Landgerichte und eine Marktpassage in Heide (Kreis Dithmarschen) ein. Auch der Lübecker Hauptbahnhof war betroffen. Bei keinem der Vorfälle waren später verdächtige Gegenstände gefunden worden.

Von RND/dpa

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