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Norddeutschland Rekord bei Fridays for Future
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17:20 24.05.2019
In Hamburg demonstrierten gestern insgesamt etwa 17 000 Menschen für eine effektivere Klimapolitik. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
Hamburg/Kiel

Die Klima-Demo Fridays for Future in Hamburg hat einen neuen Teilnehmer-Rekord erreicht. Zwei Tage vor der Europawahl sind in der Hansestadt etwa 17 000 junge Menschen und zahlreiche Erwachsene für eine bessere Klimapolitik auf die Straße gegangen. Den Organisatoren zufolge waren beim zweiten sogenannten globalen Klimastreik der Fridays-for-Future-Bewegung bis zu 25 000 Demonstranten in der Innenstadt unterwegs. Ursprünglich waren rund 10 000 Teilnehmer erwartet worden. Weltweit sollte es am Freitag Kundgebungen in mehr als 100 Ländern geben.

Viele Erwachsene unter den Demonstranten

„Es ist ein schönes Gefühl zu sehen, dass sich viele Menschen für dieses Thema interessieren, die Ernsthaftigkeit verstehen und sagen: Ja, wir gehen dafür auf die Straße“, sagte die Hamburger Mitorganisatorin Nele Brebeck. Unter den Demonstranten seien dieses Mal auch viele Erwachsene dabei gewesen. „Die hatten wir ja auch explizit mit aufgefordert.“ Wenige Tage vor der Europawahl wollte Fridays for Future auch zeigen, wie wichtig es ist, am Sonntag seine Stimme für den Klimaschutz abzugeben. „Das Parlament, das aus dieser Wahl hervorgeht, wird das letzte sein, welches das Ruder in der europäischen Klimapolitik noch herumreißen kann“, so Brebeck.

„Stoppt Klimakiller!“

Die Teilnehmer riefen laut im Chor „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft klaut!“ und hielten unter anderem Plakate mit den Aufschriften „Klimaschutz statt Kohleschmutz“, „Rettet die Welt“, „Erdenqual - nutzt die Wahl“, „Oma, was ist ein Eisbär?“ und „Stoppt Klimakiller“ hoch.Aktivisten der Umweltorganisation Robin Wood hatten vor dem Rathaus ein Transparent mit der Aufschrift „Don’t sell the climate. End coal now!“ (dt: Verkauft nicht das Klima. Beendet jetzt die Kohle!) aufgehängt. Weil diese Veranstaltung nicht zuvor angemeldet war, nahm die Polizei die Personalien der vier Aktivisten auf.

7000 Teilnehmer in Kiel

Auch in Schleswig.Holstein beteiligten sich am Freitag tausende Schüler am „Globalen Klimastreik zur Europawahl“ beteiligt. Allein in Kiel versammelten sich nach Angaben der Polizei auf dem Rathausplatz zunächst mehr als 3500 Unterstützer der Aktion Fridays for Future für einen vierstündigen Zug durch Kiel; dabei wuchs die Zahl der Demonstranten laut Polizei auf etwa 7000. Die Abschlusskundgebung fand vor dem Landtag statt.

Rund 150 Aktivisten der Lübecker Gruppe „Extinction Rebellion“ haben am Freitag für eine knappe Stunde den Lindenteller blockiert. Sie lösten damit ein Verkehrschaos aus.

Bericht von der Demo in Bad Segeberg

Europawahl als Klimawahl

In Schleswig-Holstein hatte Fridays for Future zu Protesten in Städten und Gemeinden aufgerufen. In Flensburg demonstrierten laut Polizei etwa 600 Klimaschützer, in Flensburg 500 und in Itzehoe 200. Kleinere Kundgebungen gab es unter anderem auch in Heide, St. Peter-Ording oder auf Fehmarn.

Bericht von der Kundgebung aus Eutin

„Wir machen die Europawahl zur Klimawahl!“, lautete das Motto. Seit Donnerstag findet in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union die Europawahl statt. In Deutschland ist die Europawahl am Sonntag. Die Klimakrise sei die größte Bedrohung der Menschheit, betonten die Veranstalter der bundesweiten Fridays-for-Future-Aktionen. Um die Klimakrise zu stoppen, brauche es Lösungen, die auch über Europas Grenzen hinaus wirkten.

dpa

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