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Norddeutschland Serpil Midyatli neue Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein
Nachrichten Norddeutschland Serpil Midyatli neue Vorsitzende der SPD in Schleswig-Holstein
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16:51 30.03.2019
Riesenfreude bei der neuen Landesvorsitzenden: Serpil Midyatli erhielt über 90 Prozent der Stimmen. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Norderstedt

Die Nord-SPD wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte von einer Frau geführt. Auf dem Landesparteitag in Norderstedt ist Serpil Midyatli als Parteichefin in Schleswig-Holstein gewählt worden. Damit beerbt sie Ralf Stegner, der zuvor zwölf Jahre lang das Amt innehatte.

Stegner hatte nach zwölf Jahren Amtszeit nicht mehr kandidiert. Die 43-Jährige gebürtige Kielerin war die einzige Kandidatin. Sie erhielt 191 von 212 abgegebenen Stimmen. Das entspricht einer Zustimmung von 90,09 Prozent.

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12 Delegierte stimmten gegen Midyatli. Es gab 9 Enthaltungen. Midyatli hat sich bisher vor allem für sozialpolitische Themen wie Kitas, Integration und einen humanitären Umgang mit Flüchtlingen engagiert.

Die 43-jährige gebürtige Kielerin mit türkischen Wurzeln war die einzige Kandidatin. Stegner hatte zuvor bereits angekündigt, Midyatli zu unterstützen. Es sei an der Zeit, dass erstmals eine Frau SPD-Landeschefin im Norden werde.

Ralf Stegner tritt Ende März 2019 als SPD-Vorsitzender in Schleswig-Holstein zurück. Ein Rückblick in Bildern.

222 Delegierte auf Parteitag

Die 222 Delegierten wählen am Sonnabend den elfköpfigen Landesvorstand fast komplett neu. Als Parteivize kandidieren der Bundestagsabgeordnete Sönke Rix und die Juso-Landesvorsitzende Sophia Schiebe. Inhaltlich geht es auf dem Parteitag unter anderem um die Parteireform, den Sozialstaat, den Klimaschutz, Waffenexporte und die Europawahl Ende Mai.

Lesen Sie im LN-Interview: Serpil Midyatli setzt auf ein starkes SPD-Team

Gast ist am Nachmittag die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Bundesjustizministerin Katarina Barley. Davor spricht Barley beim Landesparteitag der SPD in Mecklenburg-Vorpommern. Stegner hatte am Sonnabendmorgen auf Twitter deutlich gemacht, sein Verzicht auf den Landesvorsitz sei nicht das Ende seiner politischen Karriere: „Für die Freunde gilt und für die Gegner erst recht: Rückzug ist nicht“, twitterte der 59-Jährige.

Stegner will SPD-Bundesvize bleiben

Vor Beginn des SPD-Landesparteitags sagte Stegner, dass er erneut für den Posten des SPD-Bundesvize kandidieren wolle: „Das hängt natürlich von den Gegebenheiten ab, aber zum jetzigen Zeitpunkt habe ich das vor.“ Die Wahlen zum SPD-Bundesvorstand sind noch in diesem Jahr geplant.

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dpa/RND

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