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Norddeutschland Scandlines wehrt sich gegen Staatszuschüsse
Nachrichten Norddeutschland Scandlines wehrt sich gegen Staatszuschüsse
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15:29 26.04.2018
Noch verdient Scandlines mit der Verbindung nach Rödbyhavn gutes Geld.
Noch verdient Scandlines mit der Verbindung nach Rödbyhavn gutes Geld. Quelle: Schwennsen
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Luxemburg. Die Richter befassen sich mit den Klagen der beiden Fährunternehmen Scandlines und Stena Line gegen den dänischen Staat sowie die staatseigene dänische Bau- und Betreibergesellschaft Femern A/S. Inzwischen ist der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) der Klage beigetreten. Hintergrund der Klagen sind aus Sicht der Fährunternehmen wettbewerbsverzerrende staatliche Beihilfen, die Dänemark Femern A/S gewährt. Bau und Betrieb des geplanten rund 18 Kilometer langen Tunnels unter dem Fehmarnbelt sei nur mit erheblichen Staatszuschüssen möglich. Das jedoch widerspreche dem Wettbewerbsrecht und setze die privaten Fährunternehmen wirtschaftlich unter erheblichen Druck.
Scandlines-Sprecherin Anette Svendsen sagte den LN: „Unser Ziel ist es, dass der Fall an die EU-Kommission mit der Auflage zurückgeleitet wird, den Fall erneut einer sorgfältigen juristischen Prüfung zu unterziehen, damit die Beschwerden gegen das Projekt in die Entscheidung miteinbezogen werden.“ Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller nannte das Projekt „ein unseriös finanziertes, überflüssiges Vorhaben“ mit irreparablen Schäden für die Natur. Reinhard Zweigler