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Norddeutschland Einbruchschutzprogramm neu aufgelegt
Nachrichten Norddeutschland Einbruchschutzprogramm neu aufgelegt
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21:00 25.01.2019
Das Land bietet finanzielle Unterstützung beim Kampf gegen Einbrecher. Quelle: Horst Ossinger/dpa
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Kiel

Das Einbruchschutzprogramm des Landes geht in die vierte Runde: Ab sofort können Eigentümer selbst genutzter Häuser und Wohnungen wieder Fördergelder beantragen. „Ich bin wirklich froh, dass uns der Landtag noch einmal eine Million Euro bewilligt hat, um dieses erfolgreiche Programm auch 2019 fortzusetzen“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Freitag in Kiel. Im vorigen Jahr hatte das Land über die Investitionsbank gut 900 Antragsteller unterstützt.

„Die Kombination aus polizeilicher Schwerpunktsetzung bei der Einbruchsbekämpfung und Förderung des Einbruchschutzes hat sich außerordentlich bewährt“, sagte Grote. Bereits 2017 hätten die Einbrüche deutlich abgenommen. Dieser positive Trend habe sich bis Dezember 2018 mit einem Rückgang der Fallzahlen um etwa neun Prozent fortgesetzt. Fast jeder zweite Einbruchsversuch werde mittlerweile abgebrochen. Häufig scheiterten Einbrecher an einbruchhemmenden Verriegelungen und moderner Meldetechnik, sagte Grote. „Das macht den Einbrechern das Leben schwer.“

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Mindestinvestitionssumme liegt bei 1000 Euro

Im Herbst 2016 hatte Schleswig-Holstein Einbrechern den Kampf angesagt – und ein Programm aufgelegt, das den Einbau von moderner Sicherheitstechnik in Bestandsbauten fördern soll. Zunächst waren nach Auskunft des Innenministeriums in Kiel 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden, im Jahr 2017 weitere 1,5 Millionen Euro sowie jeweils eine Million Euro in 2018 und 2019.

Im vergangenen Jahr war die Nachfrage im Hamburger Umland besonders hoch. 166 Förder-Anträge kamen aus dem Kreis Segeberg, 150 aus dem Kreis Pinneberg und 100 aus Stormarn. Auch in den Städten wurde nachgerüstet. In Kiel wurden 70 Maßnahmen gefördert, in Lübeck waren es 46. Nach Einschätzung der Investitionsbank Schleswig-Holstein werden vor allem Türen und Fenster besser gegen Einbrecher gesichert, an zweiter Stelle liegt die Installation von Alarmanlagen.

Förderfähig sind etwa der Einbau von Gittern oder Rollläden vor Fenstern, von einbruchhemmenden Haus- und Wohnungseingangstüren sowie Alarmanlagen. Für eine vernünftige Alarmanlage können schon mal 4000 Euro fällig werden.

Die Mindestinvestitionssumme beträgt jeweils 1000 Euro pro Antrag. Bis zu 15 Prozent der Investitionskosten und insgesamt maximal 1500 Euro für dasselbe Wohnobjekt werden bezuschusst. Möglich ist auch eine Kombination mit anderen Förderprogrammen, zum Beispiel von der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Antragsformulare gibt es bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein

Julia Paulat

25.01.2019
25.01.2019