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Norddeutschland Schleswig-Holstein schiebt mehr abgelehnte Asylbewerber ab
Nachrichten Norddeutschland Schleswig-Holstein schiebt mehr abgelehnte Asylbewerber ab
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11:35 23.12.2019
Polizeibeamte begleiten einen Mann in ein Charterflugzeug. (Symbolbild)
Polizeibeamte begleiten einen Mann in ein Charterflugzeug. (Symbolbild) Quelle: Michael Kappeler/dpa
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Kiel

Schleswig-Holstein schiebt mehr abgelehnte Asylbewerber ab. Das geht aus dem Zuwanderungsbericht für November des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten hervor. Bis Ende November wurden 314 abgelehnte Asylbewerber in ihre Heimat oder in aufnahmepflichtige Drittländer abgeschoben. Im gesamten Jahr 2018 waren es 171 gewesen.

Außerdem nutzten 705 Menschen in den ersten elf Monaten freiwillige Rückkehrprogramme in ihre Heimatländer. Das waren zwar mehr als 2018 (517 Menschen), aber weit weniger als in den Vorjahren (2017: 1629, 2016: 1984).

Innenminister Grote: „In der Pflicht, Abschiebungen durchzuführen“

Nach Angaben des Innenministeriums hat sich das Landesamt an 52 Sammelabschiebungen aus dem Bundesgebiet beteiligt und zudem neun Charterflüge in Eigenorganisation veranlasst. „Wenn rechtlich eindeutig geklärt ist, dass abgelehnte Asylbewerber Schleswig-Holstein wieder verlassen müssen, sie dies aber nicht freiwillig tun, sind wir in der Pflicht, Abschiebungen durchzuführen“, sagte Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU).

In Schleswig-Holstein wurden von Januar bis November 3720 Asylsuchende registriert - weniger als im gesamten Vorjahr. 2018 waren 4427 Menschen in den Norden gekommen, ein Jahr zuvor 5214. 2016 kamen 9959 Menschen.

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Von dpa/RND