Schule nach den Weihnachtsferien in SH: Das sind die drei Szenarien
Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Schule nach den Weihnachtsferien in SH: Das sind die drei Szenarien
Nachrichten Norddeutschland

Schule nach den Weihnachtsferien in SH: Das sind die drei Szenarien

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 17.12.2020
Offiziell beginnen die Weihnachtsferien in Schleswig-Holstein erst am 18. Dezember, bereits jetzt ist ein Großteil der Schüler aber zu Hause. Quelle: Sebastian Gollnow/dpa
Anzeige
Lübeck/Kiel

Wie das Bildungsministerium am Donnerstag mitteilte, hat Prien die Schulleitungen und Kollegien gebeten, sich rechtzeitig auf unterschiedliche Szenarien vorzubereiten, die im Januar für die Schulen relevant werden könnten. „Der Unterricht in Präsenz hat unverändert hohe Priorität. Diese Überzeugung wird uns leiten bei der Betrachtung des Infektionsgeschehens Anfang Januar und den sich daraus abzuleitenden Konsequenzen“, hieß es in einem Schreiben, das diese Woche an die Schulen versandt wurde. Die Ministerin machte deutlich, dass sich die Organisation des Schulbetriebs ab dem 11. Januar 2021 nach den aktuellen Inzidenzzahlen und den Beschlüssen der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder richten müsse.

LN-Update – der Newsletter

Alle wichtigen Nachrichten aus Lübeck und dem Norden dienstags bis samstags gegen 7 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Unterricht nach Fachanforderungen

In ihrem Ausblick beschrieb Ministerin Prien drei mögliche Szenarien, wobei sie hervorhob, dass „anders als in der Ausnahmesituation vor den Weihnachtsferien in allen drei Szenarien der Unterricht nach den Fachanforderungen und den schulinternen Fachcurricula erfolgt“.

Anzeige

• Szenario Distanzunterricht

Sollte das Infektionsgeschehen Präsenzunterricht auch ab 11. Januar 2021 noch nicht zulassen, müssen die Schulen Distanzunterricht durchführen und alle Jahrgänge gemäß dem schulischen Konzept für Unterricht in Distanz mit Unterrichtsangeboten versorgen, solange die Infektionslage dies erfordert. Notbetreuungsangebote müssen dann parallel sichergestellt werden. Für Abschlussklassen können abweichende Regelungen gelten.

• Szenario Präsenzunterricht

Sofern sich das Infektionsgeschehen durch den Lockdown entsprechend positiv entwickelt hat, wird der Präsenzbetrieb für alle Jahrgänge gemäß wieder aufgenommen.

• Szenario Mischformen

Sollte das Infektionsgeschehen teilweise zurückgegangen sein oder nur noch in einzelnen Regionen keinen uneingeschränkten Präsenzbetrieb zulassen, müssen verschiedene Formen des Unterrichtens umgesetzt werden. Der Unterricht wird je nach Infektionsgeschehen im Land oder gegebenenfalls nur an einzelnen Standorten als Distanzunterricht oder in gemischter Form stattfinden. Regelmäßig sollen daher in Abstimmung mit den Gesundheitsbehörden die Jahrgänge 1 bis 7 sowie die Abschlussklassen am Präsenzbetrieb teilnehmen. Für die übrigen Jahrgänge der Sekundarstufe I ist Unterricht im Wechselmodell (rollierender Präsenzunterricht) vorgesehen. Schülerinnen und Schüler im Einführungsjahrgang und in Q1 werden in Distanz unterrichtet.

SPD wünscht sich Inzidenzampel

Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Martin Habersaat, sagte: „Wir teilen die Auffassung der Bildungsministerin, dass Unterricht nach Möglichkeit in Präsenz stattfinden sollte. Und wir sind gespannt, wie es ab dem 11. Januar weitergeht.“ Leider gebe es noch immer keine klare Inzidenzampel, nach der sich die Schulen richten könnten. Dies sei der Wunsch der SPD an die Kultusministerkonferenz für das neue Jahr.

Von Jan Wulf