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Norddeutschland So funktioniert das neue Semesterticket
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10:00 10.10.2019
Ein Regionalzug am Hauptbahnhof in Kiel. Studenten können ab diesem Semester mit Bus und Bahn durch ganz Schleswig-Holstein fahren. Quelle: Wolfram Hammer
Kiel

Am Wochenende nach Hause zur Familie in Flensburg und am Montag wieder in die Uni nach Kiel oder Lübeck: Seit dem Wintersemester 2019/20 sind solche Touren für Studierende dank des neuen landesweiten Semestertickets bereits im Semesterbeitrag enthalten. Eine Fahrkarte müssen sie nicht mehr lösen. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:

Wer darf mit dem Semesterticket fahren?

Aus der Landeshauptstadt Kiel nehmen die Christian-Albrechts-Universität, die Fachhochschule Kiel und die Muthesius Kunsthochschule Kiel teil. In Lübeck sind es die Universität zu Lübeck, die Technische Hochschule Lübeck und die Musikhochschule, in Flensburg die Europa-Universität. Das neue Semesterticket erhalten alle Studierenden der teilnehmenden Universitäten. Sie bekommen es allerdings nicht automatisch, sondern müssen es bestellen.

Wie bestelle ich das landesweite Semesterticket?

Wer das Ticket haben möchte, registriert sich kostenlos auf der Seite des Verkehrsverbundes Nah.SH.Möglich ist die Bestellung erst, nachdem der Semesterbeitrag der jeweiligen Hochschule bezahlt und die Zahlung im System verbucht wurde. Diese Verarbeitung kann teilweise bis zu zwei Wochen dauern. Achtung: Der eigentliche Studierendenausweis gilt nicht als Fahrschein. In Kiel und Flensburg muss zusätzlich zum neuen landesweiten Ticket noch das regionale Semesterticket für das Stadtgebiet mitgeführt werden. Lübecker haben es einfacher: Sie zeigen nur noch das Semesterticket Schleswig-Holstein vor. Die Kosten für das regionale Ticket sind im gesamten Semesterbeitrag bereits enthalten.

Das Semesterticket ist zum ersten Mal in ganz Schleswig-Holstein gültig – hier Stimmen vom Lübecker Campus

In welchem Gebiet darf ich mit dem neuen Ticket fahren?

Ganz Schleswig-Holstein und das gesamte Hamburger HVV-Gebiet zählen zum Geltungsbereich des Studententickets. Es ist in Bus und Bahn gültig. Nach Ashausen (Niedersachsen) und Tondern (Dänemark) können Studenten mit dem Ticket sogar über Landes-und Staatsgrenzen hinaus fahren.

Semesterticket Quelle: Jochen Wenzel

Ab wann gilt das Semesterticket Schleswig-Holstein?

Das neue Ticket ist ab dem ersten offiziellen Vorlesungstag des Wintersemesters 2019/2020 der entsprechenden Hochschule gültig.

Wie viel kostet mich das Ticket?

Das landesweite Semesterticket allein kostet 124 Euro, hinzu kommen die Kosten für die regionalen Tickets (Stadtverkehr Lübeck) und die Semestergebühren der entsprechenden Universität. Studierende der Universität zu Lübeck zahlen unterm Strich dieses Semester einen Semesterbeitrag von 257 Euro. Bei Vollversammlungen und Studierendenbefragungen wurde im letzten Semester an allen Universitäten abgestimmt, ob das neue Ticket an ihrer Hochschule eingeführt werden soll. Die FH Westküste in Heide und die Hochschule Flensburg waren dagegen und machen zunächst nicht mit.

Was ist, wenn ich das Ticket gar nicht will?

Das Solidaritätsprinzip, dem alle Universitäten zugestimmt haben, besagt, dass jeder Student das Ticket mit dem Semesterbeitrag bezahlen muss – ob er es benutzt oder nicht. Erstattungen sind nur in seltenen Fällen möglich, zum Beispiel bei Schwerbehinderung oder Auslandssemester.

Warum gab es anfangs Probleme?

In den ersten Tagen gab es einige Schwierigkeiten mit dem Bestellserver. Nach Auskunft von Nah.SH konnten die Probleme aber zwischen beseitigt werden. Außerdem gab es bislang 171 Rückläufer, weil Adressen nicht stimmten.

Dies sei aber laut Dennis Fiedel, Sprecher des Nahverkehrs Schleswig-Holstein, bei so großen Mengen an Tickets nicht ganz vermeidbar. Außerdem gab es Probleme zwischen der Nah.SH-App und einigen Handybetriebssystemen. „Diese Problemherde wurden zwischen Studierendenvertretern und Verkehrsunternehmen bereits diskutiert und sollten zum nächsten Bestellzeitraum behoben sein, wenn sie es nicht sogar jetzt schon sind“, erklärt Lukas Petersen, Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses der Fachhochschule Kiel.

Nah.SH zieht bereits eine positive Zwischenbilanz. „So ärgerlich es natürlich war, dass anfangs nicht alles rund lief und dass in Einzelfällen der Ticketversand problematisch sein könnte, sind wir dennoch mit der Einführung sehr zufrieden“, sagt Sprecher Dennis Fiedel.

Von Hendrik Heiermann

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