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Norddeutschland So kann jeder zum Grill-Profi werden
Nachrichten Norddeutschland So kann jeder zum Grill-Profi werden
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07:00 11.08.2019
Für den passionierten Griller: Ein Fleischthermometer mit App gehört zur Grundausstattung, sagt Chris Schlei (26), Mitarbeiter des Hagebaumarkt Lübeck und Weber-Grillmeister. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

In Fulda (Hessen) traten vergangenes Wochenende Grill-Asse aus der gesamten Republik an, um ihr Talent bei der diesjährigen deutschen Grillmeisterschaft zu beweisen. Gesucht wurde der neue deutsche Grillkönig. Dabei ist es ganz einfach, sein eigener Grillkönig zu Hause zu werden. Wenn das Equipment stimmt.

Der Trend geht zu Gas

Grillen ist die beliebteste Freizeitbeschäftigung der Deutschen. Schätzungen zufolge besitzen gut 90 Prozent aller Deutschen einen Grill. Ein geeigneter Ort dafür lässt sich fast überall finden. Der Großteil grillt jedoch am liebsten im eigenen Garten.

Ob es sich auf Kohle oder auf Gas besser grillt – da gibt es unterschiedliche Ansichten. Klar ist: Gasgrills werden immer beliebter. Sagt auch Chris Schlei, Mitarbeiter des Hagebaumarkt in Lübeck und Weber-Grillmeister. Vor allem, weil Gasgrills schneller einsatzbereit sind. Ebenfalls sei der Rohstoff Gas günstiger als Kohle. Und der Nachbar wird nicht eingenebelt.

Ein Deckel ist wichtig

„Zudem sind Gasgrills einfacher zu säubern“, ergänzt Uwe Rambow, Grillfachverkäufer bei Citti. Einfach den Deckel schließen und aufheizen. So werden alle Fettrückstände verbrannt. Anschließend sollte man zusätzlich mit einem nassen Tuch den Rost abwischen.

Egal ob Gas oder Kohle – wer auf dem Grill nicht nur Wurst, sondern auch mal etwas Außergewöhnliches zubereiten will, für den gilt: Hauptsache, der Grill hat einen Deckel. Denn dann, sagt Schlei, lasse sich so gut wie jedes Gericht damit zubereiten. Pizza, Pulled Pork, geräucherter Fisch.

Zu Hause wie im Restaurant genießen

Für experimentierfreudige Griller hält der Handel mittlerweile allerlei Zubehör parat, sagt Uwe Rambow. Grillzangen verschiedenster Art, von günstig bis teuer, spezielle Spieße für Fleisch oder Gemüse, Handschuhe zum Schutz vor Hitze, Klemmlampen, damit man das Fleisch auch im Dunkeln gut sehen kann, extra Schalen für das Zubereiten von Grillkäse, Pizzasteine. Und auch das Angebot an besonderen Gewürzmischungen wächst stetig.

Inzwischen kann jeder Grill fast alles, solange er einen Deckel hat. Griller verraten uns, womit sie richtig einheizen und welches Zubehör bei ihnen nicht fehlen darf.

Sehr beliebt ist zudem das Fleischthermometer, damit das Steak so gut, zart und rosa wie im Restaurant gelingt. „Als erstes sollte man sein Fleisch von beiden Seiten anbraten, damit sich die Röstaromen entfalten“ erklärt Chris Schlei. Anschließend sollte das Steak in einen indirekten Bereich, eine Zone im Grill, die höher liegt, geschoben werden. Dieser sorgt dafür, dass das Fleisch weiter garen kann, aber nicht mehr gegrillt wird. Nun steckt man das Kernthermometer in sein Steak und kann auf einer App, die mit dem Thermometer verbunden wird, genau verfolgen wann es auf den Punkt gegart ist. „Kurz bevor es soweit ist, bekommt man ein Signal“, erklärt Schlei.

Elektrisch betrieben heiße Platten

Neben den klassischen Grills sind mittlerweile auch elektrisch betriebene heiße Platten, sogenannte „Plancha“-Grills (aus dem Spanischen), beliebt. Sie haben keinen Rost, sondern eine glatte Fläche. Dadurch seien sie ideal, wenn viel mit Flüssigkeit gearbeitet wird, erklärt Anja Wittky, Abteilungsleiterin des Non-Food Bereichs bei Citti. So können Scampi oder Gemüsegerichte einfacher zubereitet werden. „Sogar Pancakes sind möglich“, sagt Wittky.

Ein neues Statussymbol

In Sachen Preis gibt es mittlerweile kaum eine Grenze nach oben. Für viele ist der Grill genauso wie das Auto ein Statussymbol, sagt Rambow. Dabei ist die Art der Grillgeräte vielfältig. Sie kann je nach Einsatzzweck und Örtlichkeit variieren, sagt Stephan Vogt, Inhaber von Outdoor Kochen Lübeck. „Es gibt mobile für unterwegs, mittelgroße für Terrasse und Balkon bis hin zu kompletten Outdoor-Küchen, die zum Lebensmittelpunkt werden.“

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