Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland So lange sind Schleswig-Holsteiner krankgeschrieben
Nachrichten Norddeutschland So lange sind Schleswig-Holsteiner krankgeschrieben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:59 23.01.2020
Die Schleswig-Holsteiner sind etwas seltener krankgeschrieben als der durchschnittliche Bundesbürger. Quelle: Patrick Pleul/dpa
Anzeige
Lübeck

Im Schnitt fallen Arbeitnehmer in Schleswig-Holstein 15 Tage pro Jahr aus, ein Plus von 0,9 Tagen im Vergleich zum Vorjahr. Im Bundesdurchschnitt fehlten Beschäftige rund fünf Prozent ihrer Arbeitszeit. Schleswig-Holstein liegt mit 4,9 Prozent knapp darunter. In Sachsen-Anhalt fehlten Mitarbeiter mit 6,4 Prozent am längsten. In Hamburg und Baden-Württemberg ist der Wert am niedrigsten (4,1 Prozent).

Unterschiede wegen Jobstruktur

Auch die Krankheitsdauer unterscheidet sich von Region zu Region. Während in Bayern die Beschäftigten im Schnitt 13,9 Tage krank waren, fehlten im Saarland die Arbeitnehmer durchschnittlich 17,4 Tage, gefolgt von Nordrhein-Westfalen und Brandenburg mit 15,9 Fehltagen.

Anzeige

„Ein möglicher Grund für diese Unterschiede ist die Jobstruktur in den jeweiligen Regionen“, erläutert Martin Hänel von der KKH in Lübeck. So werden zum Beispiel Beschäftigte häufiger krank, wenn diese anstrengende körperliche Arbeit verrichten.

Atemwegsinfekte am häufigsten

Die KKH berichtet zudem, dass Frauen in Schleswig-Holstein offenbar häufiger krank sind als Männer: Sie fehlten im vergangenen Jahr durchschnittlich 5,5 Prozent ihrer Sollarbeitszeit, ihre männlichen Kollegen dagegen nur 4,1 Prozent.

Die häufigsten registrierten Krankheitsfälle der KKH waren Atemwegsinfekte wie Erkältungen oder Grippe, gefolgt von Leiden des Muskel-Skelett-Systems und Magen-Darm Erkrankungen. Die längsten Fehlzeiten wurden wegen Krebsdiagnosen (68,6 Tage) und psychischen Leiden (40,3 Tage) verzeichnet.

Lesen Sie auch:

Grippewelle rollt an: Viele Menschen liegen flach, Impfung wird empfohlen

Zahl der Rotavirus-Infektionen ist stark gestiegen

Von Gesine Rüger