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Norddeutschland So will die Post die Paketzustellung im Norden verändern
Nachrichten Norddeutschland So will die Post die Paketzustellung im Norden verändern
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14:41 07.10.2019
Die Post will 3000 neue Packstation in Deutschland aufbauen. Quelle: Frank Söllner
Lübeck

Die Post will die Anzahl ihrer Packstationen bis zum Jahr 2021 fast verdoppeln: 3000 neue Geräte sollen zu den bereits 4000 bestehenden aufgestellt werden. Vor allem Ballungsräume, aber auch der ländliche Raum soll laut Unternehmen davon profitieren. Die Post sieht in den Stationen einen „wichtigen Bestandteil der flächendeckenden Versorgung mit Postdienstleistungen in der Zukunft“. Soll soll der Ausbau des Netzes auch nach 2021 weiter gehen.

Standorte werden geprüft

„Damit reagieren wir nicht nur auf das anhaltend starke Paketwachstum, sondern sind auch für unsere Kunden noch besser erreichbar als je zuvor“, wirbt Post-Vorstandsmitglied Tobias Meyer. Wie viele von den neuen Automaten im Norden aufgebaut werden, ist dabei noch unklar. Standorte müssten erst geprüft, Verträge geschlossen und Genehmigungsverfahren abgeschlossen werde, sagte ein Post-Sprecher. Aktuell gibt es in Schleswig-Holstein 173 Packstationen, 14 davon in Lübeck.

Paketflut dank boomendem Online-Handel

Die Kurier-, Express- und Paketunternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr 3,52 Milliarden Sendungen befördert. Das hat der Bundesverband Paket und Expresslogistik (Biek) mitgeteilt. Das hat vor allem mit dem boomenden Online-Handel zu tun. Laut Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) stieg der Brutto-Umsatz im vergangenen Jahr um 11,4 Prozent auf 65,10 Milliarden Euro.

Verbraucherzentrale sieht Entwicklung zwiegespalten

Für die Verbraucherzentrale Schleswig-Holsteinist ein klarer Trend zu erkennen, dass „die letzte Meile“ zum Endkunden in Zukunft nicht mehr gefahren werden soll. „Eine zentrale Abholstation verkürzt die Wege für einen Paketzusteller natürlich wahnsinnig“, meint Jurist Boris Vita. Er sieht die Entwicklung zwiegespalten: „Für Berufstätige, die tagsüber nicht zu Hause sind, sind die Stationen eine Erleichterung.“ Senioren seien dagegen oftmals darauf angewiesen, Päckchen und Pakete bis an die Tür geliefert zu bekommen, auf sie könnte sich der Trend negativ auswirken.

Zustellversuche sind teuer

Der Grund für die Packstation-Offensive ist offensichtlich: rund 1,5 Milliarden Pakete hat die Post-Tochter DHL im vergangenen Jahr befördert. Tendenz steigend. Zwei Jahre zuvor waren es noch etwa 1,2 Milliarden. Die direkte Zustellung kostet das Unternehmen viel Geld – noch mehr sogar, wenn der Kunde nicht zu Hause ist oder sich kein freundlicher Nachbar findet, der das Paket annimmt. Den zweiten Zustellversuch hat das Unternehmen bereits eingestellt. Wenn der Empfänger nicht angetroffen wird, geht das Paket direkt in die nächste Filiale, wo es abgeholt werden kann.

Verkehr soll entlastet werden

Für dieses Modell wirbt die Post bereits jetzt massiv bei ihren Kunden. Im Internet sollen diese sich mit ihrer Wunschfiliale registrieren lassen, Sendungen werden dann in Zukunft immer direkt dorthin geliefert. Per E-Mail erfährt der Kunde, dass ein Paket für ihn abholbereit ist. „Indem Sendungen gebündelt zugestellt und dadurch zusätzliche Wege eingespart werden, ist die Packstation zudem auch ein nachhaltiger Service, der den Verkehr entlastet und zur CO2-Reduktion beiträgt“, wirbt die Post.

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