Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Sozialministerium fordert: Schwangere in Krise separat behandeln
Nachrichten Norddeutschland Sozialministerium fordert: Schwangere in Krise separat behandeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 20.04.2020
Frauenärzte und Hebammen sollen Schwangere in Schleswig-Holstein in der Corona-Zeit von nun an getrennt vom allgemeinen Praxisbetrieb behandeln. (Symbolbild)
Frauenärzte und Hebammen sollen Schwangere in Schleswig-Holstein in der Corona-Zeit von nun an getrennt vom allgemeinen Praxisbetrieb behandeln. (Symbolbild) Quelle: Caroline Seidel/dpa
Anzeige
Kiel

Das Ressort informierte gemeinsam mit den Verbänden der Frauen-, Kinder- und Jugendärzte sowie der Hebammen und der Frauenklinik am Uniklinikum über veränderte Abläufe. Damit solle unter den aktuellen Bedingungen die bestmögliche Versorgung sichergestellt werden.

Sars-CoV-2-infizierte Schwangere könnten zu Hause überwacht werden, sofern sie nur leichte Symptome haben, gab das Ministerium vor. Verschlechtere sich ihr Gesundheitszustand akut, müssten Schwangere stationär aufgenommen werden.

In den Kreißsaal dürfen Schwangere nur von einer gesunden, vertrauten Person begleitet werden, hieß es. Wer in den Kreißsaal mit hinein darf, entscheide im Einzelfall das Klinikpersonal. Die Begleitperson müsse die Klinik nach der Geburt verlassen. Sie darf derzeit nicht im Familienzimmer untergebracht werden. Auch Besuche nach der Geburt sind derzeit nicht gestattet.

Mutter und Kind sollten nur bei Müttern mit schweren Covid-19-Symptomen voneinander getrennt werden.

Stimmen Sie ab!

Corona-Tests asymptomatisch Schwangerer durch einen Nasen-Rachenabstrich seien nicht sinnvoll, hieß es außerdem. Ein negativer Test sage nicht aus, dass keine Infektion vorliegt: Diese könne nach Ansteckung während der Inkubationszeit jeden Tag auftreten, so dass der Test später positiv ausfallen könne.

Weitere Nachrichten aus Norddeutschland lesen Sie hier.

Von RND/lno