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15:44 22.06.2019
Thorsten Kock ist Beton- und Stahlbetonbauer im Fertigteilwerk Kreuzkamp. Quelle: Rüdiger Jacob
Lübeck

 Wenn Thorsten Kock durch die Stadt geht, kann es sein, dass er ein Bauteil sieht, dass er einmal gefertigt hat. Kock ist Beton- und Stahlbetonbauer im Kies-, Beton- und Betonfertigteilwerk der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG. Der 47-Jährige, der seit zehn Jahren im Unternehmen arbeitet, leitet als Vorarbeiter ein 18-köpfiges Produktionsteam.

Elf Tonnen schwere Balkonplatten

Der Arbeitsplatz des Betonbauers ist eine riesengroße Halle, in der Stahlbetonfertigteile wie Decken, Treppen oder Balkonplatten hergestellt werden. Wie der Name schon sagt, sind es am Ende fertige Teile, die von hier aus auf die Baustellen gehen. Ein solches Fertigteil ist beispielsweise eine Kragplatte, wie es im Fachjargon heißt. Das ist der Begriff für eine Platte, die aus einer Fassade herausragt, sie „kragt“ aus, wie es die Bauleute bezeichnen. Kock und ein Kollege starten zwei Kräne, die die gewaltige Kragplatte, die in der Halle liegt, aufrichten. „Wegen der Dimension der Balkonplatte sind zwei Kräne notwendig“, sagt Kock. Elf Tonnen wiegt das Teil mit seinen Rundungen, das später einmal im Hamburger Baugebiet Neue Mitte Altona zu sehen sein wird. Um den Kran in Gang zu setzen, greift Kock zu einem Bedienteil, das sich Flasche nennt. Meter für Meter wird die wuchtige Betonplatte ins Freie transportiert, damit sie für den Weitertransport verladen werden kann.

Schüler bauen mit Beton

Das Kies-, Beton- und Betonfertigteilwerk der 220 Mitarbeiter zählenden Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft ist auch ein gefragter Ort für Schulklassen. So werden Pennäler, die bald die Schulzeit hinter sich haben, und sich in puncto Berufsausbildung orientieren, eingeladen, um selbst Teile wie Buchständer, Ostereier, Weihnachtssterne oder Sitzbänke aus Beton zu bauen.

Zum Ausbildungsbeginn im August diesen Jahres ist übrigens noch ein Platz für einen Betonfertigteilbauer frei.

„Jeder Tag ist anders“

Einst war es ein Praktikum, welches Kock noch als Schüler in einem Fertigteilwerk absolvierte. Da ist der Funke für diesen Beruf schon übergesprungen. 30 Jahre ist der Mann jetzt schon in diesem Bereich tätig.. „Und doch ist jeder Tag anders“, sagt Kock. „Es sind unterschiedliche Maße und Gewichte, mit denen wir hier umgehen“, sagt der Betonbauer, der auch Bauzeichnungen lesen kann. Schließlich muss er wissen, welche Eisen, die sogenannte Bewehrung, verlegt werden müssen, damit das Fertigteil die nötige Festigkeit besitzt und statische Kräfte wie Druck, Zug oder Torsion aufnehmen kann. Zu den weiteren Tätigkeitsfeldern zählt unter anderem das sogenannte Ausschalen eines Fertigteils, also das Entfernen von Schalbrettern nach dem Gießen des Betons in die jeweilige Form des Bauteils. Thorsten Kock muss außerdem genau darauf achten, dass Aussparungen, beispielsweise für eine Lampe in einer Decke, an den vom Kunden gewünschte Stellen sind. Immerhin wird nicht umsonst von einem fertigen Teil gesprochen. Der Kunde muss also selbst kein Loch mehr in den Beton bohren. „Jeder Mitarbeiter prüft seine Arbeit zunächst selbst“, sagt Werkleiter Stefan Faull. „Dann nimmt der Meister das Werk ab“, so der 52-Jährige.

Rüdiger Jacob

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