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Norddeutschland Größte Star Wars-Fanausstellung Europas: Eine weit entfernte Galaxie
Nachrichten Norddeutschland Größte Star Wars-Fanausstellung Europas: Eine weit entfernte Galaxie
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11:40 24.08.2019
Darth Vader und seine Storm Trooper begrüßen die Gäste am Eingang der Ausstellung vom „Outpost One“ in Dassow. Quelle: Fotos: Saskia Hassink
Dassow

Es herrscht Bürgerkrieg. Die Rebellen, deren Raumschiffe von einem geheimen Stützpunkt aus angreifen, haben ihren ersten Sieg gegen das böse galaktische Imperium errungen...“ Langsam verschwinden die gelben Buchstaben in die unendliche Weite des Universums. Es ist der Lauftext von George Lucas’ Meisterwerk Star Wars – Krieg der Sterne. 1978 flimmerte der erste Teil der Originaltrilogie in Deutschland über die Leinwand.

Die Fan-Sammlung von Marc Langrock ist in Europa einmalig. Rund 80 Figuren hat er in 30 Sets chronologisch nach der Star Wars Originaltriologie arrangiert. Hier warten Luke Skywalker und Co..

Auch der damals achtjährige Marc Langrock sitzt in einem Lichtspielhaus. Sofort zieht ihn die Geschichte des jungen Jedi-Ritters Luke Skywalker, der gegen den Sith-Lord Darth Vader kämpft, in den Bann. 41 Jahre später hat Langrock eine beachtliche Fan-Sammlung angehäuft, die er im „Outpost One“ in Dassow ausstellt. Ein Herzensprojekt für den Fan: „Das ist ein leidenschaftliches Hobby für mich.“

„Es ist wie eine Sucht“: Erstes Sammlerstück war ein R2-D2

Angefangen hatte alles mit einem R2-D2, der zu Hause im Heimkino stand. Seine Frau Kirstin, die die Ausstellung im „Outpost One“ operativ leitet, steuerte die nächsten beiden Figuren eher durch Zufall dazu. „Mein Mann mag sich nicht so gerne verkleiden“, erzählt sie. „Und zum Faschingsfest habe ich ihn nur als Star-Wars-Figur bekommen.“ Die Kostüme – Darth Vader und ein Storm Trooper – zog Marc Langrock nach dem Fasching kurzerhand zwei Modepuppen über. Schon waren es drei Star-Wars-Figuren. „Es ist ein bisschen wie eine Sucht“, sagt Langrock. Dank eines weltweiten Netzwerks gab es immer wieder Figuren, die für den Sammler interessant waren. „Uns wurde sogar ein Raumschiff angeboten“, erzählt Kirstin Langrock lachend. „Wo sollten wir das hinstellen? In den Garten?“ Das Heimkino wurde zu klein – etwas Neues musste her.

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Auf der 1300 Quadratmeter großen Fläche des „Outpost One“ stehen mittlerweile 80 Figuren – teilweise von einem Büstenbauer lebensecht nachgebaut: Darunter sechs Han Solo, vier Darth Vader und sogar zwei Chewbacca. In insgesamt 30 Szenen aus der Originaltrilogie der Star-Wars-Reihe sind sie chronologisch von Episode vier bis sechs arrangiert.

Bis ins letzte Detail genau: Eigene Messlatte liegt hoch

Umgesetzt und geplant werden die Sets von Oliver Kolb. Der Kulissen- und Requisitenbauer ist natürlich auch waschechter Star-Wars-Fan und arbeitet mit der gleichen Leidenschaft wie Langrock an den Kulissen. „Wir haben uns die Messlatte selber sehr hoch gelegt“, sagt Kolb. „Der erste Gedanke war, es schön schlicht zu machen.“ Das war den beiden dann aber zu einfach. Aufwendig bemalte Wände, die richtigen Requisiten und täuschend echte Büsten geben den Besuchern das Gefühl, tatsächlich mit Luke Skywalker in Episode V auf dem Eisplaneten Hoth zu stehen.

Öffnungszeiten und Tickets

Am 7. und 8. September findet die offizielle Eröffnung statt. Ein Ticket für das Event unter anderem mit Schauspieler Angus MacInnes, der den Rebellen-Piloten Jon „Dutch“ Vander spielt, und der deutschen Stimme von Luke, Hans-Georg Panczak, kostet 49 Euro. Außerdem werden ein originalgroßer Tie Interceptor sowie ein Tie Fighter eingeweiht.

Das „Outpost One“, Travemünder Weg 2, in Dassow hat donnerstags und freitags von 14 bis 19 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 19 Uhr geöffnet.

Da es sich um eine Fan-Sammlung handelt, können Besucher nicht alleine durch die Ausstellung laufen. Das „Outpost One“ bietet etwa 75 minütige Führungen an.

Die regulären Ticketpreiseliegen für Erwachsene bei 19 Euro und für Kinder bei 12 Euro.

Weitere Infos und Buchungen gibt es im Internet unter www.outpost-one.de

Im Moment werkelt Kolb noch an einem der drei Sets, die noch nicht komplett fertig sind. Er steht in einer Ecke, die bisher nur mit Spanholz verkleidet ist, zwischen zwei Medical-Droiden. Bis zum offiziellen Eröffnungswochenende, 7. und 8. September, möchte der Kulissenbauer hier eine strahlend weiße Medical Bay – eine Krankenstation – errichtet haben. „Man misst sich dann doch mit dem, was bereits in der Ausstellung steht.“ Wie viele Arbeitsstunden Kolb in das Projekt gesteckt hat, kann er gar nicht sagen. „Für mich ist es auch eine Leidenschaft.“ Und diese Leidenschaft überträgt sich auf die Besucher, die bereits einen Teil der Ausstellung gesehen haben, sagt Langrock. „Einige Großeltern, die die Filme vorher nie gesehen haben, sagen danach: ,Jetzt gucken wir uns die Filme auch an’.“ Und vielleicht werden auch sie wie Langrock nach den ersten Zeilen des gelben Lauftextes in den Bann von Star-Wars gezogen.

Von Saskia Hassink

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