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Norddeutschland Bauern brechen auf nach Berlin
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17:32 23.11.2019
So sah es am 14.11. in Hamburg aus – eine Sternfahrt mit Treckern durch die Innenstadt. Quelle: Daniel Bockwoldt/dpa
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Lübeck/Berlin

Landwirte aus Schleswig-Holstein wollen erneut demonstrieren. Wie die Polizei meldete, ist für kommenden Montag und Dienstag, 25. und 26. November, eine Sternfahrt nach Berlin geplant. In Schleswig-Holstein müssen Autofahrer am Montag mit Verkehrsbehinderungen rechnen. Vor allem der Raum Ratzeburg wird betroffen sein. Erneut sind Sternfahrten mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen geplant. Aufgrund der langen Anfahrtstrecke starten die Konvois bereits am Vortag der eigentlichen Versammlung. Die Anmelder gehen von 1100 Teilnehmern mit etwa 600 Fahrzeugen und drei Startpunkten in Schleswig-Holstein aus. Mitte November hatten Landwirte bereits eine Sternfahrt nach Hamburg organisiert. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit der Trecker und der Kolonnenbildung ist auf den betroffenen Strecken mit erheblichen Verzögerungen zu rechnen.

Tausende Bauern machen sich auf den Weg

Mehrere Tausend Bauern aus ganz Deutschlands wollen an diesem Dienstag mit ihren Traktoren in Berlin protestieren. Ihnen geht es um mehr Mitsprache in der Agrarpolitik mit neuen Vorgaben zum Umwelt- und Tierschutz und ein besseres Ansehen ihres Berufsstandes in der Gesellschaft. Zu einer Kundgebung am Brandenburger Tor werden rund 10 000 Teilnehmer erwartet, rund 2000 Fahrzeuge sollen mit einer Sternfahrt in die Hauptstadt rollen. Auch Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) will dort reden. Sie kündigte für das neue Jahr einen breiten Dialog zu Erwartungen an die Bauern und die Finanzierung an.

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„Brauchen einen Neustart“

Aufgerufen zum Protest hat die Initiative „Land schafft Verbindung“, in der sich Zehntausende Landwirte zusammengeschlossen haben. „Wir rufen zu Tisch - miteinander reden, statt übereinander“, betonten die Veranstalter. Landes- und Kreisbauernverbände seien beteiligt und unterstützten die Demos, hieß es beim Deutschen Bauernverband. Generalsekretär Bernhard Krüsken sagte: „Die Demo wird zeigen, dass es einen Neustart im gesellschaftlichen Dialog geben muss.“ Bereits vor einem Monat hatten Bauern in mehreren deutschen Städten demonstriert, darunter in Berlin. Schwerpunkt war im Oktober Bonn. Rund 6000 Landwirte warnten dort, ihre Existenz sei durch die Agrarpolitik bedroht.

Von LN

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