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Norddeutschland Suchtexperten aus dem Norden fordern Warnhinweise auf Energy-Drinks
Nachrichten Norddeutschland Suchtexperten aus dem Norden fordern Warnhinweise auf Energy-Drinks
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14:56 29.05.2019
Energy-Drinks enthalten Koffein und viel Zucker. In Großbritannien dürfen sie nicht an Minderjährige verkauft werden. Quelle: Lutz Roeßler
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Schwerin

Suchtexperten in Mecklenburg-Vorpommern fordern gut sichtbare Hinweise auf Energy-Drinks, die vor den gesundheitlichen Gefahren dieser Getränke für Heranwachsende warnen. „Man könnte auch über ein Abgabeverbot an Kinder und Jugendliche nachdenken“, sagte jetzt Rainer Siedelberg, Geschäftsführer der Landeskoordinierungsstelle für Suchthemen Mecklenburg-Vorpommern (Lakost). In Großbritannien bestehe bereits ein Verkaufsverbot von Energy-Drinks an Minderjährige.

Risiken fürs Herz-Kreislauf-System

Energy-Drinks bestehen vor allem aus Zucker, Koffein, Wasser, Kohlensäure, Taurin, Glucuronolacton und Inosit. Aktuell warne auch das Bundesinstitut für Risikobewertung vor den gesundheitlichen Folgen dieser Getränke für Kinder und Jugendliche, hieß es. Durch das Koffein erhöhten sich die gesundheitlichen Risiken vor allem auf das Herz-Kreislauf-System.

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Lesen Sie auch: Energydrinks – Ab zwei Dosen wird es für Jugendliche gefährlich

Maximal eine Dose am Tag

Kinder und Jugendliche sollten täglich nicht mehr als drei Milligramm (mg) Koffein pro Kilogramm (kg) Körpergewicht zu sich nehmen. Bei einem gesunden jungen Menschen mit etwa 50 kg Körpergewicht seien dies 150 mg Koffein. Diese Menge werde schon mit zwei handelsüblichen Energy-Drinks in Dosen mit jeweils 80 mg Koffein pro 250 Milliliter überschritten.

So viel Zucker wie in Cola

Außerdem enthielten Energy-Drinks sehr viel Zucker. Die Stiftung Warentest habe 25 Energy-Drinks getestet. „Die meisten enthielten so viel Zucker wie Cola.“ Die negativen Spitzenreiter seien auf fast 140 Gramm Zucker pro Liter gekommen, was etwa 46 Stück Würfelzucker entspreche.

dpa

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