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Norddeutschland Logistiker Postnord feiert zehnjähriges Bestehen
Nachrichten Norddeutschland Logistiker Postnord feiert zehnjähriges Bestehen
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17:00 25.08.2019
Geschäftsführer Charles Prussky steht vor dem Gebäude von Postnord am Travemünder Skandinavienkai. Quelle: Agentur 54°
Travemünde

Der Logistik-Dienstleister Postnord hat Grund zum Feiern: Seit zehn Jahren ist das Unternehmen am Standort Lübeck ansässig, 2016 erfolgte der Umzug nach Travemünde – in ein neues Gebäude am Skandinavienkai. Was damals als Firma mit sieben Mitarbeitern und zwei Kunden begann, hat heute rund 100 Angestellte und circa 260 Auftraggeber. „Wir haben uns ganz rasant entwickelt“, sagt Deutschland-Geschäftsführer Charles Prussky rückblickend. So habe das Unternehmen bereits die Umsatzmarke von 100 Millionen Euro geknackt.

Mutterkonzern sitzt im schwedischen Solna

Der Mutterkonzern im schwedischen Solna entstand 2009 durch eine Fusion von schwedischer und dänischer Post. Postnord ist somit ein Staatsunternehmen. „Die rein nordische Ausrichtung liegt uns in den Genen“, sagt Prussky. Das Unternehmen ist zuständig für den Umschlag und Transport nach und von Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Viele der Kunden kommen aus Deutschland, Frankreich oder den Benelux-Staaten. Travemünde ist für Postnord das Tor in die vier nordischen Länder: „Wir können unseren Kunden von hier aus den Nachtsprung nach Skandinavien anbieten“, sagt Prussky.

Transport von Bedarfsgütern des täglichen Lebens

„Wir transportieren alles, vor allem die Bedarfsgüter des täglichen Lebens – vom kleinsten Paket bis zum Voll-Truck“, führt er weiter aus. Unter diese Konsumgüter fallen beispielsweise Fahrräder, Bekleidungs- oder Elektroartikel. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden beliefere Postnord. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte das Unternehmen fristgerecht fast 21 Millionen Pakete – davon knapp sechs Millionen Stück über das Terminal Travemünde – und mehr als 100 000 Paletten abwickeln, berichtet der Geschäftsführer.

Zwei Lang-Lkw fahren für Postnord

Eigene Fahrzeuge habe der Logistiker zwar nicht, erklärt Prussky, doch es werden rund 100 Lastwagen gechartert oder geleast – etwa vom benachbarten Unternehmen Nord-Logistik. Seit Anfang 2017 setze Postnord zwei 26 Meter lange Laster ein ein, wodurch jährlich rund 86 Tonnen CO2-Ausstoß eingespart werden können.

 „Wir sind froh, mit Skandinavien zu arbeiten – das ist recht entspannt“, sagt der Geschäftsführer mit Blick auf Brexit-Chaos und Russland-Sanktionen. Mit diesen Problemen haben andere Spediteure zu kämpfen.

Expansion im Paketsektor geplant

 Mittelfristig möchte Postnord seine Strukturen weiter ausbauen, kündigt Prussky an: „Wir wollen im Paketsektor expandieren.“ Dort bestehe eine enge Kooperation mit dem Dienstleister DPD. Vorteil für Postnord sei, dass man auf ein Netzwerk in Skandinavien zurückgreifen könne, das dort marktführend sei. „Wir verdanken unsere rasante Entwicklung der Liberalisierung des Transportmarktes, der Globalisierung sowie dem Internet der Dinge. Die Wachstumszahlen unserer Kunden in den nordischen Länden sind enorm“, sagt Prussky abschließend.

Von Sebastian Musolf

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