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Norddeutschland Bei rot über Gleise gefahren: Sylt-Shuttle kollidiert mit Auto
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Unfall in Neukirchen: Zug kollidiert mit Auto

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11:21 22.09.2020
Der Sylt-Shuttle, mit dem von der Deutschen Bahn Autos vom Festland nach Westerland auf Sylt transportiert werden, fährt in der Nähe von Klanxbüll über den Hindenburgdamm.
Der Sylt-Shuttle, mit dem von der Deutschen Bahn Autos vom Festland nach Westerland auf Sylt transportiert werden, fährt in der Nähe von Klanxbüll über den Hindenburgdamm. Quelle: Axel Heimken/dpa/Archivbild
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Neukirchen

Ein Auto ist am Montagnachmittag im nordfriesischen Neukirchen mit einem Autozug von Sylt zusammengestoßen. Verletzt wurde niemand, wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Ersten Erkenntnissen zufolge fuhr der 56-jährige Autofahrer verbotenerweise durch eine wegen einer Baustelle voll gesperrte Straße und wollte trotz geschlossener Halbschranke und rotem Warnlicht den dortigen Bahnübergang überqueren. Hierbei wurde er von dem Sylt Shuttle Plus erfasst, der in Richtung Niebüll fuhr.

Bahnstrecke mehrere Stunden gesperrt

Der Wagen wurde etwa zehn Meter von den Gleisen entfernt in die Böschung geschleudert. Der Autozug war mit 110 Autos, fünf Kleintransportern sowie einem Bus beladen. In dem angehängten Reisewagen saßen zudem 20 Fahrgäste.

An der Lok entstand erheblicher Sachschaden, eine Weiterfahrt war nicht mehr möglich. Nachdem aus dem Tank der Lok rund 2500 Liter Diesel abgepumpt wurden, konnte der Zug von einer Ersatzlok in den Bahnhof Niebüll geschleppt werden. Die Bahnstrecke war mehrere Stunden bis in den späten Abend hinein gesperrt. Den Autofahrer erwartet ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Von RND/dpa