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19:30 12.07.2019
Es wird eng an den Stränden und auf den Straßen. Quelle: Lutz Roeßler
Hamburg/Lübeck

Mit Ausnahme von Bayern und Baden-Württemberg haben nun alle Bundesländer Ferien. Weitere Urlauber machen sich aus den Niederlanden auf den Weg. „Man muss auch damit rechnen, dass viele zu uns in den Norden hochkommen“, sagte der Sprecher des ADAC Hansa-Clubs, Hans Pieper, „denn Urlaub in Deutschland ist nach wie vor beliebt.“

Stau auf der A 1 vorprogrammiert

Auch im Raum Lübeck gibt es Stellen, an denen es besonders eng werden könnte: Am ehesten auf der A 1. „Hier wird es sich zuallererst stauen“, glaubt Ulf Evert, Sprecher des ADAC Schleswig-Holstein. Die Baustelle zwischen Lübeck-Zentrum und Ratekau sorge schon jetzt täglich für Verkehrsbehinderungen. Auch die gesperrte Anschlussstelle in Bad Schwartau kann zu einem neuralgischen Punkt werden.

Auch auf den Küstenstraßen und abseits der Autobahnen und steigt die Staugefahr. Auf der B 104 zwischen Schönberg und Gadebusch ist für beide Richtungen nur ein Fahrstreifen frei.

Auch in Richtung Süden wird es eng

Auf diesen Autobahnen könnte es eng werden. Quelle: Jochen Wenzel/ADAC

Mit Glück noch freie Plätze

Wohl dem Urlauber, der im Voraus eine Unterkunft gebucht hat. Denn: Schon seit einigen Wochen ist die Nachfrage groß, wissen Hoteliers und Zeltplatzbetreiber. So sind 95 Prozent der insgesamt 4000 Betten des Ferien- und Freizeitparks Weissenhäuser Strand an diesem Wochenende bereits belegt.

„Bis August ist bei uns alles ausgebucht“, stellt auch Werner Lüdtke vom Campingplatz Porta del Sol in Grömitz (Ostholstein) fest. Höchstens für einen Tag sei zwischendurch mal was frei. Das bestätigen auch andere Zeltplätze an der Küste. „Die Buchungslage ist so gut, wie sie nur sein kann“, meint Gert Petzold, Vorsitzender des Landes-Verbandes für Camping-und Wohnmobiltourismus. „Im Bereich der Ostseeküste ist praktisch jeder Platz belegt.“ In der Hochsaison bestehe aber die Möglichkeit, auf Flächen zurückzugreifen, die sonst als Spiel oder Freizeitflächen ausgewiesen seien. Insofern sei auch für Spontanurlauber die Lage nicht ganz aussichtslos.

Campingplätze und Hotels gut ausgelastet

Nicht nur Campingplätze, auch Hotels seien gut gebucht, sagt Bettina Bunge, Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (Tash). „Die Auslastungsquote liegt bei 70 Prozent in der Holsteinischen Schweiz und bei 92 Prozent in Büsum.“ Dennoch seien noch Plätze verfügbar. „Aber vielleicht ist es nicht mehr überall das Lieblingshotel oder der Lieblings-Campingplatz.“

Insgesamt verfüge Schleswig-Holstein über 220 000 Betten in 3600 Beherbergungsbetrieben, außerdem gebe es 265 geöffnete Campingplätze. „Nordrhein-Westfalen ist unser größter Quellmarkt“ , erläutert Bunge. Von dort kommen die meisten Urlauber, gefolgt von Niedersachsen, Hessen, Bayern und Baden-Württemberg. „Aus Hamburg haben wir viele Tagestouristen.“

Reeder und Bahn sind vorbereitet

Die Reedereien sind auf den Ansturm eingestellt. „Auch bei uns kommen die meisten Touristen aus Nordrhein-Westfalen“, sagt Nick Obert, Betriebsleiter der Reederei WDR, die nach Föhr, Amrum und zu den Halligen Hooge und Langeneß fährt. Seit vier Wochen gelte der Sommerfahrplan. „An diesem Wochenende haben vier Extraschiffe im Einsatz, die außerhalb des Fahrplans fahren, außerdem gibt es Doppelabfahrten.“

Auch bei der Bahn hat man eigens aufgerüstet. „Im Fernverkehr rollt alles, was rollen kann“, teilt Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst mit, die auch für das Sylt-Shuttle auf einen reibungslosen Ablauf hofft. Wartezeiten seien trotzdem nicht auszuschließen: „Es könnte voll werden.“

Alles über Urlaub im Norden lesen Sie bei unserer Sommerredaktion.

Marcus Stöcklin und Annabell Brockhues

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