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21:10 09.11.2015
Tarp

Gefährliche Kollisionen an Bahnübergängen: Zweimal rasten am Wochenende Züge in Autos. Bei den Unfällen in Tarp und Hemmingstedt wurden zwei Menschen schwer verletzt. Die Ermittlungen der Bundespolizei zu den Unfallursachen laufen.

An dem Übergang in Tarp sollen sich die Schranken nach ersten Zeugenaussagen möglicherweise zu früh geöffnet haben. Aufgrund von Signalarbeiten sei die Schranke manuell bedient worden, sagt Sabine Brunkhorst, Sprecherin vom Regionalbüro der Deutschen Bahn in Hamburg. Die Halbschranken bei Hemmingstedt sollen zum Zeitpunkt des Unfalls geöffnet gewesen sein.

In Schleswig-Holstein kam es in diesem Jahr bisher zu 32 Unfällen an Bahnübergängen, sagt Matthias Menge, Sprecher der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt. 2014 waren es 49. Die Zahl der Unfälle gehe leicht zurück. „Aber wir haben immer wieder solche Fälle.“

Die Bahn baue daher Eisenbahnkreuzungen ab, um Unfälle zu vermeiden, sagt die Bahnsprecherin. In Schleswig-Holstein gebe es 927 Bahnübergänge, 2006 waren es noch 1004. „Das Sicherste wäre es, alle Übergänge durch Alternativen wie Brücken oder Tunnel zu ersetzen“, sagt Brunkhorst. Doch der Rückbau sei mit Kosten bis in Millionenhöhe verbunden, die zu einem Drittel, je nach Zugehörigkeit der Straße, auch von Kommune, Kreis oder Land getragen werden müssen. Die kostspielige Maßnahme würden viele nicht wollen.

Besonders gefährlich seien Übergänge, die nur mit einem Blinklicht gesichert seien, da viele Autofahrer nicht wüssten, was es bedeutet und einfach fahren würden.

„95 Prozent der Unfälle an Bahnübergängen passieren, weil sich Verkehrsteilnehmer falsch verhalten“, sagt Brunkhorst. Einige würden versuchen, noch schnell über die Schienen zu kommen, obwohl sich die Bahnschranken schon schließen. Der Deutsche Bahnkunden-Verband hält ebenfalls Leichtsinn und überhöhte Geschwindigkeit für häufige Unfallursachen und fordert verstärkte Polizei- und Radarkontrollen an den Bahnübergängen.

ar

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