Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Als erstes Bundesland: In Hamburg gilt schon jetzt der verschärfte Lockdown
Nachrichten Norddeutschland

Verschärfter Corona-Lockdown in Hamburg gilt: Das sind die Regeln

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:01 08.01.2021
Leere und nasse Bänke stehen an den Landungsbrücken vor der Elbphilharmonie. Quelle: Jonas Walzberg/dpa
Anzeige
Hamburg

Als erstes Bundesland hat Hamburg um Mitternacht eine verschärfte Corona-Verordnung in Kraft gesetzt. Die Gesundheitsbehörde veröffentlichte die geänderten Regeln am Donnerstagabend im Internet.

Demnach müssen die Hamburger ab Freitag ihre Kontakte weiter einschränken. So dürfen Angehörige eines Haushalts nur noch mit einer Person eines anderen Haushalts zusammentreffen. Bisher waren Kontakte auf fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten beschränkt. Für Kinder gibt es anders als bisher keine Ausnahme mehr.

Anzeige

Lockdown ist bis Ende Januar befristet

Im benachbarten Niedersachsen soll die Kontaktbeschränkung auf zwei Personen erst ab Sonntag, in Schleswig-Holstein ab Montag gelten.

Lesen Sie auch: Neue Todesfälle – Warum jetzt wieder mehr Corona-Infizierte sterben

Der verschärfte Lockdown ist bis Ende Januar befristet. Die Länder setzen mit den neuen Verordnungen die Beschlüsse der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vom Dienstag in Landesrecht um. Ziel ist es, die weiter hohen Infektionszahlen in den Griff zu bekommen.

LN-Update – der Newsletter

Alle wichtigen Nachrichten aus Lübeck und dem Norden dienstags bis samstags gegen 7 Uhr in Ihrem E-Mail-Postfach

Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der Werbevereinbarung zu.

Das sind die neuen Corona-Regeln in Hamburg

KONTAKTBESCHRÄNKUNGEN: Künftig darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. Dabei gibt es keine Ausnahmen für Kinder mehr. Bislang konnten maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten zusammenkommen, wobei Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt wurden. Wohngemeinschaften gelten als ein Haushalt.

ARBEITSWELT: Arbeitgeber „sind angehalten“, Homeoffice für ihre Beschäftigten zu ermöglichen. Betriebskantinen dürfen nur noch geöffnet bleiben, wenn sie für die Aufrechterhaltung der Arbeitsabläufe zwingend erforderlich sind.

Lesen Sie auch: Wie Corona-Experten die Lockdown-Beschlüsse beurteilen

SCHULEN: Die Aufhebung der Präsenzpflicht wird verlängert. Es soll in der Regel Distanzunterricht geben, also Aufgaben per E-Mail und gemeinsame Klassenstunden über Videokonferenzen. Schüler, die zu Hause nicht lernen können, dürfen aber weiter zur Schule gehen und werden dort pädagogisch betreut.

KITAS: Eltern, die ihre kleinen Kinder nicht zu Hause betreuen können, dürfen sie weiterhin in die Kita bringen. Auch Tagesmütter dürfen weiterhin Kinder betreuen. Es gilt aber ein eingeschränkter Regelbetrieb, und zwar ab Montag. Einschränkungen wird es dabei vor allem in den Randzeiten geben. Bis Ende Januar werden den Eltern deshalb die Gebühren für die Betreuung über die fünfte Stunde hinaus erlassen.

SPIELPLÄTZE: Trotz der strengen Kontaktbeschränkung, die auch für Kinder gilt, bleiben die Hamburger Spielplätze geöffnet.

PFLEGEHEIME: In Pflegeheimen müssen sich das Personal und Besucher weiterhin regelmäßig testen lassen. Die Kosten dafür übernimmt die Pflegekasse. Die Hamburger Regelung soll nach dem Bund/Länder-Beschluss künftig bundesweit gelten.

REISERÜCKKEHRER: Wer aus dem Ausland nach Hamburg zurückkehrt, braucht bei der Einreise einen Nachweis über einen negativen Corona-Test. Dann folgt eine zehntägige Quarantäne, die ab dem fünften Tag durch einen weiteren negativen Test verkürzt werden kann. Die Kosten für die Untersuchungen müssen die Rückkehrer selbst tragen.

WEITERES: Zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte bleiben geschlossen. Kunden dürfen aber bestellte Waren abholen, sofern die Übergabe kontaktlos erfolgt. Supermärkte, Drogerien, Banken und Postfilialen sind nach wie vor geöffnet. Sport-, Freizeit-, und Kultureinrichtungen wie Kinos, Theater, Museen, Tierparks und Fitnessstudios bleiben geschlossen. In der Öffentlichkeit darf kein Alkohol getrunken werden.

WIE GEHT ES WEITER? Am 25. Januar wollen die Ministerpräsidenten erneut mit der Bundeskanzlerin über die Lage beraten. Was ab Februar folgt, ist offen.

Von RND/dpa