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Norddeutschland Viehdiebe stehlen vier trächtige Kühe
Nachrichten Norddeutschland Viehdiebe stehlen vier trächtige Kühe
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16:23 12.09.2019
Kühe werden in der Regel selten gestohlen – jetzt wurde aber ein Fall aus Schleswig-Holstein bekannt. Quelle: dpa
Lübeck

Wie die Polizei mitteilte, wurden die Tiere am Mittwoch zwischen 4.30 und 12.30 Uhr von einer Weide zwischen Quarnstedt und Wrist (Kreis Steinburg) entwendet. „Die Diebe befuhren die von der L 295 zu erreichende Koppel mit einem größeren Fahrzeug samt Anhänger. Sie luden zwei Rotbunte, eine Schwarzbunte und ein Fleckvieh auf und entfernten sich in unbekannte Richtung“, sagte Polizeisprecherin Merle Neufeld. Alle Tiere würden Ohrenmarken tragen, ihr Gesamtwert liegt bei 8000 Euro.

Keine statistische Erfassung

Immer wieder gelangen Meldungen von Tierdiebstählen an die Öffentlichkeit, wie viele Landwirte in Schleswig-Holstein aber tatsächlich Opfer von Viehdieben werden, wird von der Polizei statistisch nicht erfasst. „In der Polizeilichen Kriminalstatistik werden Nutztiere als ,Gegenstände’ von Diebstählen nicht gesondert erfasst, weshalb auch keine Aussagen zur Anzahl und zur regionalen Verteilung entsprechender Delikte möglich sind“, heißt es unter anderem von der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion zu dem Thema. Infolgedessen seien auch keine Angaben zu wirtschaftlichen Schäden möglich. Auch zur Höhe von erlangten Entschädigungen würden keine Angaben vorliegen. Ein Bedarf, Viehdiebstahl in der Statistik künftig zu erfassen, sei von den zuständigen Ländern bisher nicht vermeldet worden.

Auftragsdiebstahl vermutet

Die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein spricht in diesem Zusammenhang auch von Einzelfällen. Claus-Peter Boyens, Abteilungsleiter Tierhaltung, sagt: „Vereinzelt sind uns Fälle bekannt, in denen Rinder oder Schafe in der Vergangenheit geklaut wurden.“ Er vermutet dahinter Auftragsdiebstähle und dass die Tiere würden nach dem Diebstahl sehr weit weg vom Tatort gebracht würden.

Emotionaler Verlust

Für den Tierhalter stelle der Verlust der Tiere auf der einen Seite einen wirtschaftlichen Schaden dar. Denn neben dem monetäre Verlust der Tiere würden sie auch für die weitere wirtschaftliche Planung des Betriebes im Blick auf Nachzucht und Milchproduktion fehlen. „Auf der anderen Seite stellt der Verlust eines Tieres für jeden Tierhalter auch immer einen persönlichen und emotionalen Verlust dar“, sagt Boyens.

Kein Muster erkennbar

Für die Bundesregierung lässt sich aus den bisherigen Taten in Deutschland indes kein bestimmtes Muster oder keine bestimmte Größenordnung für die Diebstähle erkennen. „Aus den Meldungen geht hervor, dass Diebstähle von Nutztieren sowohl weidende Tiere als auch in Ställen gehaltene Tiere betreffen. Sie werden meist an abgelegenen Orten und in der Regel nachts ausgeführt“, fasst sie lediglich zusammen.

Wenn Tiere gestohlen werden

Im vergangenen Jahr hatte der Diebstahl von 150 Schafen in Mecklenburg-Vorpommern bundesweit für Aufsehen gesorgt, aber auch in Ostholstein wurden bereits Tiere gestohlen. Zuletzt waren im Vogelpark Niendorf fünf Papageien entwendet worden.

Von Jan Wulf

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