Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Viele Flüchtlinge kehren aus Skandinavien zurück
Nachrichten Norddeutschland Viele Flüchtlinge kehren aus Skandinavien zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:10 15.05.2019
Die Erstaufnahme für Flüchtlinge in Neumünster. Quelle: Felix König
Puttgarden

„Es handelt sich vorwiegend um sogenannte Sekundär-Migranten, die es nach der Ablehnung ihres Asylantrags in Dänemark noch einmal in Deutschland versuchen wollen“, sagte Bundespolizeisprecher Gerhard Stelke in Kiel. Ein zweiter Asyl-Antrag sei eigentlich rechtlich nicht zulässig, dennoch müssten die Einreisenden erneut aufgenommen und überprüft werden. „Wir dürfen an der Grenze niemanden zurückweisen“, verdeutlicht Stelkes Kollege Torsten Tamm aus Bad Bramstedt. Verlaufe die Überprüfung negativ, müsse ein Rückführungsgesuch an die dänischen Behörden gestellt werden.

Kontrollen werden verstärkt

Erste Schätzungen gehen von über 300 illegalen Einreisen bereits in diesem Jahr aus. Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Kiel sind laut Bundespolizei im vergangenen Jahr über 1000 Personen ohne die erforderlichen Papiere aufgegriffen worden, 90 Prozent davon im Fährhafen Puttgarden. Im ersten Quartal 2019 sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum bereits eine deutliche Steigerung feststellbar, sagte Stelke.

Allein am Mittwoch führten die Grenzbeamten daher 161 Kontrollen in Eurocity-Zügen, Reisebussen, Kleintransportern und Pkw durch. Weitere Schwerpunkteinsätze seien in Planung, teilte die Behörde mit.

Aufnahmestellen haben noch Platz

Für den neuen Flüchtlings-Zustrom gibt es in den Erstaufnahmestellen im Land noch Kapazitäten. So seien in Neumünster 181, in Rendsburg 52 und in Boostedt sogar 1165 Plätze frei, sagte Dirk Hundertmark, der Sprecher des Kieler Innenministeriums unter Berufung auf den aktuellen monatlichen Zuwanderungsbericht. Es bleibe jedoch bei der Zusage, dass in Boostedt zum Jahresende nur noch maximal 500 Plätze plus 200 Reserveplätzen zur Verfügung stehen sollten. „Wir verfolgen konsequent das vereinbarte Ziel, die Gemeinde Boostedt zu entlasten“, sagte Innen-Staatssekretär Torsten Geerdts. „Die eigentlich erst für Ende des Jahres als im Regelfall nicht zu überschreitende Zielmarke von 500 Flüchtlingen ist bereits heute fast erreicht.“

Laut Zuwanderungsbericht kommen die meisten Flüchtlinge aktuell aus dem Iran. Auch Syrien, Afghanistan und der Irak sind zahlenmäßig stark vertreten. Insgesamt kamen im März 1086 Zuwanderer. 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise, waren es 35 076, die meisten kamen seinerzeit aus Syrien.

Stefan Schmidt, der Flüchtlingsbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, erklärte, es sei richtig, jeden Asylantrag noch einmal individuell zu prüfen und die Menschen nicht einfach zurückzuschicken. „Es wäre unserer nicht würdig, mit den Ärmsten der Armen so umzugehen.“

Marcus Stöcklin

In gleich mehreren Kreisen des Landes Schleswig-Holsteins kommt es an diesem Montag zu Gewittern. Davor hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) gewarnt. Insbesondere am Nachmittag gebe es eine Wetterlage mit hohem Unwetterpotential.

03.06.2019

Das Laborergebnis ist da: Das Tier, das am 21. April auf der A 1 überfahren worden war, war ein Wolf. Das hat das Land mitgeteilt. Es mahnt zudem im Bereich Herrnburg zu Vorsicht.

09.05.2019

Erst verfuhr er sich, dann verwechselte er laut Polizei Brems- und Gaspedal: Ein Busfahrer ist am Donnerstagmorgen mit einem Linienbus gegen ein Wohnhaus in Hamburg-Barmbek gekracht.

09.05.2019