Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Hier sorgte Glätte für Unfälle in SH – zahlreiche Fahrradfahrer rutschen aus
Nachrichten Norddeutschland Hier sorgte Glätte für Unfälle in SH – zahlreiche Fahrradfahrer rutschen aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:28 13.02.2020
Auf den Straßen, Fuß- und Radwegen in der Hansestadt ist es glatt. Die Feuerwehr vermeldet seit sechs Uhr zahlreiche Unfälle. Quelle: Holger Kröger
Lübeck

Aufgepasst: Im gesamten Lübecker Stadtgebiet herrscht Rutschgefahr. „Seit sechs Uhr morgens klingelt bei uns das Telefon, weil die Leute gestürzt sind. Und die Welle läuft noch“, sagt Robert Werkmeister von der Feuerwehr Lübeck. Insbesondere Fahrradfahrer wären am Donnerstagmorgen bereits vielfach gestürzt, „es wurden auch einige ins Krankenhaus gebracht“, sagt Werkmeister. „Die genaue Anzahl an Unfällen ist noch ungeklärt. Wir rechnen damit, dass es zu weiteren glättebedingten Unfällen kommen wird“, sagt auch Torge Stelck von der Landespolizei Schleswig-Holstein. In ganz Schleswig-Holstein und Hamburg gab es reichlich Unfälle.

Diverse Fahrradunfälle am Berliner Platz in Lübeck

An der Kronsforder Allee, Ecke Friedrichstraße waren Feuerwehr und ein Notarzt vor Ort. Ein Fahrradfahrer war schwer gestürzt. Quelle: Holger Kröger

Auch Dierk Dürbrook, Sprecher der Lübecker Polizei, spricht von zahlreichen Unfällen von Fahrradfahrern. „Genaueres weiß ich noch nicht, Kollegen haben mir nur via Funk mitgeteilt, dass diverse Fahrradfahrer am Berliner Platz gestürzt sind.“ An der Gneisenaustraße sei zudem ein 16-jähriges Mädchen gestürzt und mit einer Handverletzung in die Kinderklinik gebracht worden. Eine weitere Schülerin sei an der Luisenstraße, Ecke Glashüttenweg gestürzt. Auch an der Kronsforder Allee und der Eckenerstraße seien zwei Radfahrer gestürzt und mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht worden. Während die Rettungsmaßnahmen einer gestürzten Fahrradfahrerin im Mönkhofer Weg, Ecke Kastanienallee noch liefen, stürzte bereits ein weiterer Radfahrer.

„So langsam ist die große Gefahr aber wohl vorüber“, sagt Dürbrook um kurz nach neun Uhr. „Die Sonne kommt ja langsam hoch und an den meisten gefährlichen Ecken wurde wohl mittlerweile gestreut. Vermutlich sind die Leute auch sensibilisiert und steigen an gefährlicheren Ecken vom Rad ab.“

In Segeberg ist es weniger glatt

„Man muss seine Geschwindigkeit aufgrund der Glätte anpassen“, betont Matthias Funk von der Polizei-Leitstelle Elmshorn. „Im gesamten Bereich der vier Landkreise ist es zu zahlreichen Unfällen gekommen.“ Vielfacher Grund für die Unfälle: eine nicht angepasste Geschwindigkeit. Aber auch mehrere Fahrradfahrer seien gestürzt. Bislang vermeldet die Leitstelle acht Unfälle von Radfahrern, „und die sind aufgrund der Glätte selbst gestürzt“. Auf der A23 habe sich ein Pkw überschlagen, vier Leute seien verletzt – zwei schwer, zwei leicht. Mittlerweile ebbe die Zahl der Unfälle aber langsam ab.

Nils Schöningen von der Rettungsleitstelle in Norderstedt hat vom Glatteis nicht viel mitbekommen. „Ich habe im Radio viele Unfallmeldungen gehört, aber der Kreis Segeberg ist sonnig, da war nichts mit Glätte“, sagt er.

Lebensgefährliche Verletzungen

Auch auf den Straßen in und um Flensburg sei es am Morgen zu Zusammenstößen gekommen, so ein Polizeisprecher. In Ladelund (Kreis Nordfriesland) kollidierten zwei Fahrzeuge frontal, beide Autofahrer wurden lebensgefährlich verletzt.

Weitere Nachrichten zum Thema Eis und Glätte

Von Josephine Andreoli

Mehr Gäste aus Nordeuropa sollen nach Schleswig-Holstein kommen - darum bemühen sich die Tourismusakteure des Landes. Die Teilnahme an der größten Ferienmesse Skandinaviens soll dabei helfen.

13.02.2020

Tierschützer und Politiker wollen glücklichere Tiere – am Freitag entscheidet der Bundesrat über eine neue Haltungsverordnung für Schweine. Die Landwirte sehen Millionenkosten auf sich zukommen.

13.02.2020

Der Kieler Künstler Wolfgang Defant hat in dem Lübecker Galeristen Heinrich Heissing einen neuen Freund und vor allem Förderer gefunden. Zusammen machen sie nun weltweit auf Defants Werke aufmerksam.

13.02.2020