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Norddeutschland Vier Jahre Haft für Geldboten – Aber wo sind die 600.000 Euro?
Nachrichten Norddeutschland Vier Jahre Haft für Geldboten – Aber wo sind die 600.000 Euro?
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13:06 22.11.2019
Das Landgericht Hamburg will am Freitag (9.30 Uhr) sein Urteil verkünden. Quelle: Christian Charisius/dpa/Symbolbild
Hamburg

Wegen des Diebstahls von mehr als 600 000 Euro hat das Landgericht Hamburg einen Geldboten zu vier Jahren Haft verurteilt. Die Strafkammer zeigte sich am Freitag überzeugt, dass der 28-Jährige mindestens einen Komplizen hatte und wenigstens die Hälfte der Beute bekommen sollte.

Die knapp 668 000 Euro sind seit der Tat am 3. Mai dieses Jahres verschwunden. Der Angeklagte war an jenem Freitag zusammen mit einem Fahrer im Raum Lübeck unterwegs gewesen und hatte bei 41 Supermärkten und anderen Geschäften die Einnahmen abgeholt. Wie und wo der 28-Jährige das Geld an einen oder mehrere Mittäter übergab, konnte das Gericht nicht aufklären.

Kurz vor der Rückkehr zur Geldtransportfirma hatte der Angeklagte den neu eingestellten Fahrer gebeten, an einem Discounter in Hamburg-Billstedt zu halten. Dort verließ der Geldbote mit einer Sackkarre und einer Postkiste den Transporter, angeblich um Mineralwasser zu kaufen - und kam nicht wieder. Mehrere Stunden später stellte er sich der Polizei, ohne etwas vom Verbleib der Beute zu verraten. Der Fahrer ist nach Ansicht des Gerichts über jeden Verdacht erhaben.

Von RND/dpa

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