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Norddeutschland Warnstreik! Diese Busunternehmen in Schleswig-Holstein sind betroffen
Nachrichten Norddeutschland Warnstreik! Diese Busunternehmen in Schleswig-Holstein sind betroffen
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08:53 21.02.2020
In der kommenden Woche werden zahlreiche Busse nicht fahren. Unter anderem die der Autokraft. Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Lübeck

Der Warnstreik soll von Dienstag bis einschließlich Freitag (25. bis 28. Februar) dauern. Verdi will mit dem viertägigen Ausstand den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen, mit denen sie am Freitag kommender Woche in die nächste Verhandlungsrunde um mehr Geld für die Busfahrer geht.

Autokraft rät: Alternativen suchen

Am härtesten wird der Streik wohl die Autokraft treffen. Das Unternehmen ist auch für etliche Schulverkehre im Land zuständig. „Auf Grund des Warnstreiks wird es im gesamten Verkehrsgebiet der Autokraft in Schleswig-Holstein zu Einschränkungen im Busverkehr kommen. Leider ist auch der Kielius (Flughafenbus Kiel–Hamburg) betroffen“, teilte die Deutsche Bahn als Mutterkonzern mit. Fahrgäste werden gebeten, dies bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen und Alternativmöglichkeiten zu nutzen. Autokraft in Bad Oldesloe will nach eigenen Angaben zumindest versuchen, die Schnell- und Überlandbusse aufrecht zu halten. Ob der Schnellbus LübeckBad Segeberg fährt, ist noch unklar.

Dahmetal: Auswirkungen noch unklar

Die Kastorfer Firma Dahmetal fährt als Subunternehmer für die Autokraft unter anderem im Kreis Stormarn und Kreis Herzogtum Lauenburg. Welche Linien vom Streik betroffen sind, wird laut Betriebsratsvorsitzenden Reinhard Rettschlag erst frühestens Montagnachmittag feststehen. Beim letzten Warnstreik Anfang Februar nahmen in Bad Oldesloe rund 40 Mitarbeiter teil.

Darum geht es in dem Konflikt

Die Arbeitgeber hatten in den Tarifverhandlungen zuletzt eine gestaffelte Erhöhung um 200 Euro pro Monat für die Busfahrer angeboten, sowie eine Vertragslaufzeit von 30 Monaten. Verdi will eine Erhöhung der Löhne um zwei Euro pro Stunde und eine Laufzeit von nur zwölf Monaten.

ABG in Ahrensburg wird wohl bestreikt

In Ahrensburg waren auch die Busse der ABG Ahrensburger Busbetriebsgesellschaft mbH betroffen, einer Tochtergesellschaft der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH). Dort bereitet man sich laut Sprecherin Christina Sluga erneut auf Ausfälle der ABG vor. Ansonsten sei der VHH nicht betroffen.

Rohde in Ostholstein streikt

Zu massiven Einschränkungen wird es aller Voraussicht nach auch in Ostholstein kommen. Neben der Autokraft werden nämlich auch Fahrer der Rohde-Verkehrsbetriebe, die insgesamt 21 Linien im Kreis bedienen, die Arbeit von Dienstag bis Freitag niederlegen. Ob und welche Linien durch Streikbrecher doch fahren würden, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, sagte eine Sprecherin. Die Ratekauer Verkehrs GmbH (RVG) wird laut einer Sprecherin dagegen wie gewohnt nächste Woche mit ihren Bussen unterwegs sein.

Ausstand auch in Segeberg?

Während Rohde in Ostholstein bestreikt wird, sind die Auswirkungen auf die beiden Stadt-Linien in Bad Segeberg noch ungewiss. Dort gebe es laut Unternehmen noch keine zuverlässigen Informationen vom Betriebshof. Klar ist dagegen, dass es bei den Verkehrsbetrieben Kreis Plön (VKP) keinen Warnstreik gibt. „Alle Fahrten der VKP-Linien fahren gemäß Fahrplan. Die VKP hat einen anderen Tarifvertrag und wird auch in Zukunft nicht von Streiks betroffen sein“, teilte das Unternehmen auf seiner Homepage mit.

Kein Streik in Lübeck

Der Stadtverkehr Lübeck ist von dem Streik dieses Mal nicht betroffen. Hintergrund: die kommunalen Unternehmen in Schleswig-Holstein sind dem Tarifvertrag-Nahverkehr (TV-N) angeschlossen, über den Verdi separat mit dem zuständigen Arbeitgeberverband verhandelt. Nach einem dreitägigen Warnstreik Mitte Februar wurde der Ausstand zunächst bis zum 24. Februar ausgesetzt. Verdi befragt aktuell die Arbeitnehmer, was sie von dem vorgelegten Angebot der Arbeitgeberseite halten. Die Lübeck-Travemünder Verkehrsgesellschaft (LVG) verhandelt mit der Nahverkehrsgewerkschaft (NahVG) über einen Haustarifvertrag und ist ebenfalls nicht betroffen.

Flixbus: Fernbusse fahren

Auch die Fernbusse von Flixbus, das keine eigene Flotte besitzt und auch keine eigenen Fahrer angestellt hat, sollen rollen. „Bei unseren Buspartnern in Schleswig-Holstein ist nicht davon auszugehen, dass sie von dem Streik betroffen sind“, teilte das Unternehmen auf LN-Nachfrage mit.

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