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21:00 26.04.2019
Schulassistenten leisten wertvolle Arbeit. Quelle: Christian Schwier/Fotolia
Kiel.

Es geht um Hilfslehrer, die an Schleswig-Holsteins Grundschulen kommen, um das Lehrerkollegium bei der Betreuung von lernschwachen Schülern zu unterstützen oder Hausaufgabenhilfe zu leisten. Bei den sogenannten Schulassistenten handelt es sich etwa um Erzieherinnen, Heilpädagogen oder auch um Eltern mit einschlägiger pädagogischer Erfahrung. Die letzte rot-geführte Landesregierung in Kiel hatte dieses Instrument vor vier Jahren etabliert. Die SPD befürchtet jetzt, dass die regierende Jamaika-Koalition das Ende der schulischen Assistenz einläutet. Mitglieder der Regierungskoalition sollen sich nach Angaben des SPD-Abgeordneten Martin Habersaat im Bildungsausschuss des Landtags entsprechend geäußert haben.

SPD fordert Festanstellungen

„Pädagogisches Handeln braucht Sicherheit“, fordert Habersaat. „Statt die schulische Assistenz grundsätzlich in Frage zu stellen, wäre das Gebot der Stunde, endlich alle Schulassistenten unbefristet anzustellen.“ 136 von ihnen seien das noch nicht. Man sperre sich bei der SPD nicht gegen die laufende Überprüfung des Projekts, sei auch offen dafür umzusteuern, beispielsweise in Richtung einer Verzahnung von Schulassistenz und Schulbegleitung, wie sie etwa in Lübeck stattfindet. Ein Ende der Schulassistenz aber sei für die SPD ein fatales Signal.

Ministerium baut auf Untersuchung

Im Kieler Bildungsministerium kann man die Empörung von Habersaat nicht nachvollziehen. Die Evaluation der Schulischen Assistenz sei bereits 2015 von der damaligen SPD-Bildungsministerin Britta Ernst – bei der Einrichtung des Unterstützungssystems – mit den Kommunalen Landesverbänden vereinbart worden. Jetzt werde sie durchgeführt. Mehr nicht. Untersucht werde, ob die beabsichtigten Ziele erreicht werden, „nämlich die Entlastung der Lehrkräfte und die Stärkung im pädagogischen Kernbereich“, sagt Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Es gebe also keinen Grund, ein Schreckensszenario an die Wand zu malen, heißt es aus dem Ministerium. Bemerkenswert sei das Kurzzeitgedächtnis von Herrn Habersaat.

703 Kräfte angestellt

Das Ergebnis der Untersuchung solle Grundlage für die Weiterentwicklung der Schulassistenz bilden, für die bis 2021 Verpflichtungsermächtigungen im Haushalt eingestellt sind. Insgesamt sind an den Grundschulen im Land 703 Schulassistenten beschäftigt, davon 343 mit unbefristeten Verträgen beim Land. Für die bei Schulträgern und freien Trägern Beschäftigten können für das nächste Schuljahr noch bis zum 31. Mai Landesmittel beantragt werden. Im vergangenen Jahr hat die Landesregierung 13,8 Millionen Euro für Schulassistenten bereitgestellt.

Curd Tönnemann

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