Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Norddeutschland Wegen Corona: Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme halbiert
Nachrichten Norddeutschland

Wegen Corona: Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme halbiert

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:47 16.11.2020
Wegen der Corona-Krise hat sich in diesem Jahr die Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme im Vergleich zu 2019 mehr als halbiert. Quelle: picture alliance / dpa
Anzeige
Hamburg

Wegen der Corona-Krise hat sich in diesem Jahr die Zahl der in Hamburg gedrehten Kinofilme im Vergleich zu 2019 mehr als halbiert. So seien viele Dreharbeiten wegen der Pandemie verschoben worden, unter anderem weil die Finanzierung fehlte, sagte Alexandra Luetkens von der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr zum Thema

Erneuter Lockdown: Überleben die Kinos die Schließungen?

Neuer Grindelwald? Mads Mikkelsen soll Johnny Depp bei „Phantastische Tierwesen“ ersetzen

Vergewaltigungsvorwürfe: Roman Polanski aus französischer Filmakademie geworfen

Zählte die Filmförderung im Vorjahr noch 13 in der Hansestadt gedrehte Filme, waren es Anfang November nur noch 6. „Besonders betroffen vom Ausfallrisiko waren und sind Kinofilme“, sagte Luetkens. Demnach sind vor allem große, internationale Projekte dieses Jahr ausgeblieben.

Anzeige

Dreharbeiten durch Eindämmungsmaßnahmen zu teuer geworden

In der Vergangenheit war die Hansestadt schon öfter Kulisse für internationale Blockbuster. In „James Bond - Der Morgen stirbt nie“, hangelt sich Pierce Brosnan an der Außenfassade des Hotels Atlantic entlang. Elizabeth Banks drehte für „Drei Engel für Charlie“ unter anderem an der Binnenalster, in der Speicherstadt und der HafenCity.

Gerade freie Filmschaffende und Produktionsfirmen sind aktuell wegen der Pandemie in eine Notlage geraten, wie Luetkens weiter sagte. Durch die Eindämmungsmaßnahmen am Set seien Dreharbeiten zudem teuerer geworden. Zum Beispiel müssten weitere Fahrzeuge angemietet werden, damit die Filmcrews beim Catering die Abstände einhalten können. In der Regel müsse die Crew auch zwei Mal die Woche auf das Virus getestet werden - das belaste das Budget zusätzlich, sagte Luetkens.

Dass die Pandemie die Filmbranche auch noch länger als Thema beschäftigt, gilt Luetkens zufolge als wahrscheinlich. Während der Corona-Krise seien weiterhin Drehbücher geschrieben worden. Die Pandemie werde wohl längerfristig die da erzählten Geschichten beeinflussen, vermutet Luetkens.

RND/dpa