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Norddeutschland Westküste fordert von Bund und Land klimafreundliche Energiepolitik
Nachrichten Norddeutschland Westküste fordert von Bund und Land klimafreundliche Energiepolitik
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15:56 08.10.2019
Kreise drängen auf konsequenten Ausbau erneuerbarer Energien. Das Foto zeigt den Offshore-Windpark Butendiek vor Sylt. Quelle: Daniel Reinhardt/dpa/Archiv
Husum/Heide

„Uns eint die Sorge, dass der Klimawandel und der damit verbundene Meeresspiegelanstieg für uns als Küstenanrainer zur Existenzfrage wird“, erklärte am Dienstag Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck. In dem Schreiben der Kreise an Kanzlerin Angela Merkel, Energieminister Peter Altmaier (beide CDU) und an die Landesregierung dringen die mit vielen Windanlagen ausgestatteten Westküsten-Kreise auf einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien.

Die Kreise bekräftigten ihre Forderung an den Bund, Hindernisse für die sogenannte Sektorenkopplung zu beseitigen. Gemeint ist die Vernetzung verschiedener Bereiche der erneuerbaren Energien. „Es widerspricht dem Pariser Abkommen, dem auch die Bundesregierung verpflichtet ist, dass im Klimaschutzprogramm der Bundesregierung jetzt nur angekündigt wird, die Hindernisse zu identifizieren, und ein möglicher Abbau ausdrücklich unter dem Vorbehalt "soweit wirtschaftlich sinnvoll" steht“, heißt es in dem Schreiben.

Kreise unterstützen Land bei Kritik an CCS-Technik

Die Kreise signalisieren auch die Befürchtung, die für Ende des Jahres angekündigte Nationale Wasserstoffstrategie könnte verwässert werden. „Sie ist ohnehin überfällig und darf nicht durch die Lobbyarbeit von Vertretern der traditionellen Industrien ausgebremst werden“, sagte Landrat Mohrdieck.

Beide Kreise unterstützten die Haltung des Landes gegen eine Verpressung von Kohlendioxid mit der CCS-Technik. „CCS ist weder an Land noch unter der Nord- oder Ostsee zu rechtfertigen“, sagte Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen. „Die Gefahr für das Grundwasser ist einfach zu groß.“ Beide Kreise äußern die Erwartung, dass die Bundesregierung ihre Ankündigung zurücknimmt, die Forschung und Entwicklung der umstrittenen Technologie zu fördern.

Lesen Sie außerdem: Der "Ausverkauf" soll gestoppt werden - aber wie?

Von dpa/RND

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