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Norddeutschland Meteorologen warnen vor Sturm in SH – so wird das Wetter über Pfingsten
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Wetter an Pfingsten 2021 an der Ostsee: Warnung vor Sturm in SH am Samstag

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10:20 22.05.2021
Auch am Wochenende wird es stürmisch in Schleswig-Holstein. (Symbolbild)
Auch am Wochenende wird es stürmisch in Schleswig-Holstein. (Symbolbild) Quelle: Wolfgang Langenstrassen/ dpa
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Lübeck

Es bleibt ungemütlich im Norden. Für Sonnabend hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung vor Sturmböen in mehreren Teilen Schleswig-Holsteins herausgegeben.

Die Warnung gilt vorerst zwischen 4 und 16 Uhr. Es handelt sich um eine Warnung der Stufe 2 von 4 vor starken Sturmböen.

Hier gilt die Warnung:

Klicken Sie hier, um die aktuellen Warnungen auf der Seite des DWD zu sehen.

So wird das Wetter über Pfingsten in Lübeck:

Der Sonnabend zeigt sich wechselhaft: Es kann etwas Sonnenschein, vor allem aber Regen geben. Besonders am Nachmittag ist mit Niederschlag zu rechnen, insgesamt sind nur zwei Sonnenstunden angesagt. Die Temperaturen liegen bei 13 Grad nicht gerade in Bereichen, die zu Strandbesuchen einladen. Der Wind sollte gegen Abend etwas abflachen.

Am Sonntag wird es mit 15 Grad etwas wärmer, die Tiefsttemperaturen liegen wiederum bei 8 Grad. Es wird etwas freundlicher bei fünf Sonnenstunden und weniger Regen als noch am Sonnabend. Es bleibt windig.

Montag zeigt sich die Sonne gar nicht mehr: Null Sonnenstunden sind angekündigt, dazu immer wieder Niederschlag. Die Temperaturen liegen zwischen 8 und 18 Grad. Der Wind lässt deutlich nach.

So ist das Wetter aktuell im Norden:

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Wie entsteht ein Orkan?

Orkane können im Herbst und Winter über dem Nordatlantik entstehen und mit dem Westwind in Richtung Europa ziehen. Wegen des noch warmen Wassers im Atlantischen Ozean steht der polaren Kaltluft nur wenig weiter südlich milde Meeresluft entgegen. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in der oberen Atmosphäre extrem starke Winde, die die Entstehung von Orkanen begünstigen. Von einem Orkan sprechen die Meteorologen immer dann, wenn der Wind mindestens zehn Minuten lang mit einer Geschwindigkeit von 118 Kilometern pro Stunde oder mehr weht.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen.

Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

Was ist eine Sturmflut?

Der starke Wind drückt die Wassermassen vor sich her und verstärkt die Kraft der Gezeiten. An der Nordsee spricht man von einer Sturmflut bei 1,50 bis 2,50 Meter über dem Mittleren Hochwasser (Ostseeküste: 1,00 bis 1,25). Der mittlere Hochwasserstand liegt etwa zwei Meter über dem Wert Normal Null, der vom mittleren Wasserstand der Nordsee abgeleitet ist.

Eine schwere Sturmflut verursacht an der Nordseeküste Wasserstände von 2,50 bis 3,50 Meter über mittlerem Hochwasser — die nordfriesischen Halligen melden dann „Land unter“. Bei einer sehr schweren Sturmflut werden mehr als 3,50 Meter erreicht. An der Ostsee gelten 1,25 bis 1,50 Meter als mittlere, bis zu 2,00 Meter als schwere und Stände darüber hinaus als sehr schwere Sturmflut.

Von RND