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Norddeutschland Wetterdienst warnt vor Glätte - Zugverkehr teilweise eingestellt
Nachrichten Norddeutschland Wetterdienst warnt vor Glätte - Zugverkehr teilweise eingestellt
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18:03 08.11.2016
Blitzeis: Wenn Feuchtigkeit auf den Straßen gefriert, wird es glatt. Quelle: dpa
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Hamburg/Lübeck

Erster Schnee im Norden: Nach dem vorwinterlichen Schneefall hat der Deutsche Wetterdienst (DWD) die Autofahrer in Hamburg und Schleswig-Holstein vor Glätte auf den Straßen gewarnt. „Wenn der getaute Schnee über Nacht gefriert, wird es gefährlich glatt“, sagte der Meteorologe Benedikt März am Dienstag. Die Warnung vor Frost gilt für Dienstag ab 18 Uhr.

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Am Dienstag gab es zunächst keine wetterbedingten Verkehrsunfälle in Hamburg und Schleswig-Holstein, wie Polizeisprecher beider Länder sagten. Am Hamburger Flughafen kam es hingegen zu Flugverspätungen und sogar zu vereinzelten Ausfällen, wie eine Sprecherin sagte.

Laut Auskunft der Bahn sind mehrere Züge am Lübecker Hauptbahnhof ausgefallen, weil ein Baum zwischen Lübeck und Lüneburg auf die Strecke gestürzt war.  Hier informiert die Bahn über Zugabfahrten ab Lübeck.

Dienstag, der 8 November, und es schneit. Die weiße Pracht bleibt sogar liegen und den ganzen Tag über soll es winterlich bleiben.

Seit dem Mittag häuften sich die Glätteunfälle im Kreis Nordwestmecklenburg, wie die Polizei in Wismar mitteilte. Gegen 12.40 Uhr kam ein Golf bei Lüdersdorf von der Straße ab und prallte gegen einen Baum. Sowohl Fahrer und Beifahrer zogen sich Verletzungen zu.

Auf der Autobahn 14 geriet um 11.20 Uhr ein BMW auf Höhe Zurow ins Schleudern als er einen vorausfahrenden Pkw bei Schneeregen und glatter Straße überholen wollte. Das Auto kollidierte zunächst mit der Mittelschutzplanke, dann mit der Außenschutzplanke und kam auf dem Standstreifen zum Stehen. Der BMW war mit Sommerreifen unterwegs, der Schaden betrug 15 000 Euro. Der 34-jährige Fahrer blieb offenbar unverletzt.

Hier gehts zum Wetterbericht

"Neben den eben erwähnten Verkehrsunfällen sind weitere Glätteunfälle, verteilt über den gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg, gemeldet worden", sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei bittet alle Autofahrer eindringlich, ihre Fahrweise den winterlichen Verhältnissen anzupassen.

Auch die Hamburger Stadtreinigung hatte einiges zu tun. Ab 1.00 Uhr in der Nacht seien am Dienstag zwölf Fahrzeuge im Einsatz gewesen, um die Straßen zu räumen, sagte ein Sprecher der Stadtreinigung. Bei Bedarf sei gestreut worden, etwa auf Brücken. Weitere sechs Fahrzeuge hätten sich um Zusatzstrecken wie anliegerfreie Gehwege und Radwege gekümmert. „Wir waren mit der kompletten Mannschaft in Rufbereitschaft“, sagte der Sprecher.

Verantwortlich für den frühen Wintereinbruch ist das Tief „Husch“, wie die DWD-Meteorologin Julia Fruntke sagte. Das Tief ziehe derzeit über Deutschland Richtung Dänemark. Trotz der dichten Wolkendecke dürfen die Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein in den nächsten Tagen auch zwischendrin auf etwas Sonne hoffen.