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Norddeutschland Wohn-Offensive erfolgreich
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23:18 17.03.2014
Zufrieden: Innenminister Andreas Breitner (SPD). Quelle: dpa
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Norderstedt

Schleswig-Holsteins Innenminister Andreas Breitner (SPD) hat eine positive Zwischenbilanz der „Offensive für bezahlbares Wohnen“ gezogen. Die Gelder landeten dort, wo die größten Bedarfe seien, sagte er gestern auf einer wohnungspolitischen Veranstaltung in Norderstedt. Neun von zehn öffentlich geförderten Wohnungen entstünden in Städten und Gemeinden in direkter Nähe zu Hamburg, in Lübeck, Kiel sowie auf Sylt. Auf diese Kommunen, die etwa bei Mietsteigerungen und -höhen deutlich über dem Landesschnitt liegen, ziele die vor gut einem Jahr gestartete Initiative.

Die Investitionsbank Schleswig-Holstein hat zur Förderung von rund 1800 Wohnungen seit Sommer vergangenen Jahres rund 150 Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln in Form von Darlehen zur Verfügung gestellt. Davon fließen laut Ministerium rund 130 Millionen Euro in etwa 1500 Wohnungen in den Zielregionen. Auf diese Weise entstünden im Hamburger Umland 956, in Lübeck 108, in Kiel 306 und auf Sylt 115 zusätzliche öffentlich geförderte Wohnungen. Für Breitner ist dies erst der Anfang. „Wir brauchen mehr private Investitionen und müssen die öffentliche Förderung auf hohem Niveau halten.“

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Der Verbandsvorsitzende von Haus & Grund Schleswig-Holstein, Alexander Blažek, sagte anlässlich der Veranstaltung, „die Offensive für bezahlbares Wohnen ist durch Mietpreisbremsen, unnötige Bürokratie und stark gestiegene Baukosten gefährdet“. Er forderte Breitner auf, Investitionshemmnisse zu beseitigen, beziehungsweise keine neuen zu schaffen. Jetzt über eine Mietpreisbremse zu diskutieren, sei kontraproduktiv. Aufgrund dieser neuen Regelung werde nicht eine bezahlbare Wohnung mehr geschaffen, sagte Blažek.

LN

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