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Norddeutschland Reise in die Vergangenheit beim „Racesburger Wylag“
Nachrichten Norddeutschland Reise in die Vergangenheit beim „Racesburger Wylag“
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17:17 19.07.2019
Beim Wylag bekommen Familien ein spannendes und buntes Programm geboten. Die geschichtlichen Aspekte stehen hier im Vordergrund. Quelle: HFR
Ratzeburg

Wikinger, stolze Ritter, edle Damen, Normannen und Römer: Bei der nun bereits 24. Auflage des „Racesburg Wylag“ können Besucher eine Reise in die Vergangenheit machen. Von Sonnabend, 27. Juli, bis einschließlich Sonntag, 4. August, findet das Reenactment – eine authentische Nachstellung der Geschichte – auf der Ratzeburger Schlosswiese statt.

Ein besonderer Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf den Dreißigjährigen Krieg gelegt, der vor gut 400 Jahren von 1618 bis 1648 tobte und bis dato der verlustreichste Krieg Deutschlands war.

Die Geschichte spiegelt sich auch in Auftreten und Kleidung der Darsteller wider. Quelle: Hfr

 

Ratzeburger See wird zum Turnier-Platz

Direkt am Ufer des Ratzeburger Sees werden Ritter ihre Turnierplätze abstecken und mit Kindern in die Zeit der Schwerter und Knappen reisen. Falkner werden ihre majestätischen Greifvögel bei großen Flugshows präsentieren, Ritter Wulfhardt zu Reuenthal wird Märchen erzählen. Außerdem werden die Darstellungen über das Leben der Normannen in der Filmindustrie mit der historischen Realität verglichen.

„Wir haben den Anspruch, alles korrekt im geschichtlichen Kontext darzustellen“, sagt Tim Schneider, Geschäftsführer des Vereins, der das Wylag organisiert. „Wir unterscheiden uns dahingehend von Game of Thrones – bei uns geht es eben nicht um Fantasy, sondern darum, den Besuchern die Geschichte auch tatsächlich näher zu bringen.“

Römer und die Renaisance stehen im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt des diesjährigen Festivals stehen „die Römer, die Renaissance und alles rund um den Dreißigjährigen Krieg“, erklärt Schneider. Wenngleich sich das Festival, anders als die zahlreichen Mittelaltermärkte, eher als eine Art Museum begreift, sollen auch hier Spaß und Action nicht verloren gehen.

Händler und Bewohner der Zeltstadt bieten den Gästen die Möglichkeit, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen: Die Besucher können hier zum Beispiel Ritterrüstungen und historische Kleidung bewundern. Quelle: Hfr

„Wir haben von Märchenerzählern bis hin zu Kampfvorführungen und alter Handwerkskunst für jeden etwas Passendes im Programm. Manches ist actionreich, anderes bringt die Leute zum Staunen, wie zum Beispiel die Flugshows.“

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Um die 10 000 Besucher werden auch dieses Jahr wieder zu dem Festival erwartet. Ein Organisations-Team des Vereins bereitet sich auf Programm und Besucheransturm bereits seit November letzten Jahres vor.

„Wir haben den Anspruch, jedes Jahr besser und nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen an den Start zu gehen“, sagt Schneider. „Jetzt freue ich mich auf gutes Wetter, gute Zuschauer und einen ordentlichen Austausch über die Geschichte.“

Josephine Andreoli

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