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Norddeutschland Immer weniger Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein
Nachrichten Norddeutschland Immer weniger Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein
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10:26 14.08.2019
Die Zahl der Sozialwohnungen in Schleswig-Holstein sinkt weiter. Quelle: Ole Spata
Kiel/Berlin

Der Bestand an Sozialwohnungen schrumpft auch in Schleswig-Holstein weiter. So gab es zum Jahresende 2018 im nördlichsten Bundesland nur noch 47 196 Sozialwohnungen – 1313 weniger als ein Jahr zuvor, wie aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Attraktivität der Förderangebote müsse steigen

Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) verwies auf die Pläne der Landesregierung, „die Zahl der bestehenden Bindungen mittel- und langfristig zu erhöhen“. In den vergangenen Jahren sei es gelungen, den Neubau von geförderten Wohneinheiten deutlich zu intensivieren. Die Attraktivität der Förderangebote müsse steigen. „Aus diesem Grunde wurden beispielsweise vor wenigen Wochen die Zuschüsse für den Mietwohnungsneubau deutlich von 250 Euro auf bis zu 375 Euro pro Quadratmeter erhöht.“

Rettungsprogramm gefordert

In Deutschland fielen auch im vergangenen Jahr deutlich mehr Wohnungen für Bedürftige weg als es Neubauten gab. Ende 2018 gab es bundesweit fast 42 500 Sozialwohnungen weniger als noch ein Jahr zuvor.

Der Statistik zufolge fielen 2018 allein rund 70 000 Sozialwohnungen aus der Bindung, etwa 27 000 wurden neu gebaut. Die Linken-Wohnungsexpertin Caren Lay fordert deshalb ein „Rettungsprogramm für den Sozialen Wohnungsbau“.

Sozialwohnungen in Deutschland

Bei Sozialwohnungen in Deutschland sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen. Allerdings fallen Wohnungen nach einer bestimmten Zeit aus der "Bindung" und können normal am Markt vermietet werden.

Von RND/dpa

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