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18:10 28.01.2017
Bernd Radtke, Nina Wöllmann und Wiebke Schwark (erste Reihe v. l.) erhielten ihre Preise vom stellvertretenden LN-Chefredakteur Nick Vogler und dem Aktionspaten Christian Schütt (zweite Reihe v.l.).
Bernd Radtke, Nina Wöllmann und Wiebke Schwark (erste Reihe v. l.) erhielten ihre Preise vom stellvertretenden LN-Chefredakteur Nick Vogler und dem Aktionspaten Christian Schütt (zweite Reihe v.l.). Quelle: Foto: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Zum Schluss wurde es dann noch einmal richtig spannend: In der Online-Abstimmung um den LN-Helden der Feuerwehr lieferten sich die drei Favoriten ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende konnte Bernd Radtke, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Israelsdorf, die meisten der mehr als 2000 Leserstimmen sammeln, die insgesamt einen Monat lang auf der Webseite „Helden von hier“ einliefen.

Preise für die Voter

Wer votet, kann gewinnen – Preise gehen an: Stefan Papendieck (Sereetz; Samsung TV), Cornelia   Luther (Lübeck, iPod), André   Müller (Selmsdorf; iPod). Herzlichen Glückwunsch!

Deshalb fand die Preisverleihung auch kurzfristig in der Wache in Lübeck-Israelsdorf statt. Mit von der Partie waren dort natürlich auch die Zweitplatzierte, Nina Wöllmann von der Freiwilligen Feuerwehr Dummersdorf, und die Drittplatzierte, Wiebke Schwark, Feuerwehrfrau in Büssau. Alle Gewinner erhielten eine Glas-Trophäe, die ihnen von Christian Schütt, dem Paten der Aktion und selbst Feuerwehrmann, sowie dem stellvertretenden LN-Chefredakteur Nick Vogler überreicht wurden.

In seiner Rede hob Vogler noch einmal die Bedeutung der Wehren hervor. „Sie gehen oft ein Risiko ein im Einsatz und investieren viel Zeit in die Jugendarbeit, Ausbildung und in Wettkämpfe“, sagte der stellvertretende Chefredakteur. „Das verdient hohe Anerkennung.“

Wie es sein kann, wenn es brennt und man Hilfe braucht, daran erinnert sich Katja Wilk (45) noch ganz genau. Im März 2015 brach in ihrer Schönheitsfarm im Lübecker Bernsteindreherweg Feuer aus. „Es war beeindruckend, wie schnell die Feuerwehr vor Ort war, viel schneller als wir“, erinnert sich Katja Wilk und ist immer noch dankbar, wie professionell die Feuerwehrleute vorgegangen sind. „Und wie mutig und trotzdem besonnen – die sind ja auch in das brennende, qualmende Haus reingegangen!“ Für sie sind die Feuerwehrleute seitdem Helden.

Die drei Gewinner der Aktion würden sich jedoch selbst nicht so bezeichnen. Bernd Radtke schrieb schon in seiner Vorstellung bei „Helden von hier“, dass er für das ganze Team dort stehe. „In meiner 37-jährigen aktiven Dienstzeit habe ich schon so manches Leid gesehen, aber jedes gerettete Leben, jedes geschützte Hab und Gut lässt das verblassen.“ Er freue sich vor allen Dingen, dass durch die Aktion die Arbeit der Freiwilligen Wehren wieder Aufmerksamkeit erhalte – gerade in Zeiten, in denen Verbände und Vereine mit Mitgliederschwund zu kämpfen haben.

Auch Nina Wöllmann würdigte den positiven Effekt der Aktion: „Man hatte das Gefühl, dass die Leute in der Wehr alle noch ein Stück mehr zusammengerückt sind – alle haben mitgefiebert.“ Sie hoffe, dass durch solche Aktionen deutlich werde, dass die Feuerwehr so stark sei, weil jeder dort etwas übernehme, das er gut könne, aber alle ein Team bildeten und zusammenhielten. Wöllmann: „So sind wir unschlagbar.“

lsc/nv