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Panorama Anklage: Vater soll dreijährige Tochter missbraucht haben
Nachrichten Panorama Anklage: Vater soll dreijährige Tochter missbraucht haben
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14:50 19.12.2018
Angeklagt wegen schweren sexuellen Missbrauchs: Fabian H. zum Prozessauftakt mit seinem Verteidiger Stefan Wirth (links). Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Seine Tochter war noch nicht einmal vier Jahre alt, als er sich nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft das erste Mal an ihr verging: Seit Mittwoch wird Fabian H. (48) am Landgericht Leipzig der Prozess gemacht. Die Tatvorwürfe: mehrfacher schwerer sexueller Missbrauch, vorsätzliche Körperverletzung, Besitz von Kinderpornografie. Zum Auftakt der Hauptverhandlung schwieg der Angeklagte.

Bis Juni 2014 war Fabian H. mit der Mutter seines Kindes zusammen. Im Zuge der Trennung erhielt er ein zeitweiliges Umgangsrecht für seine Tochter. Nach Aktenlage nutzte er es aus, um das Kleinkind mehrfach sexuell zu missbrauchen. Staatsanwältin Ingrid Schmitz listete sechs Fälle zwischen Juni 2017 und März 2018 auf, in denen er seine Tochter in seiner Wohnung in der Paul-Flechsig-Straße zu sexuellen Handlungen zwang. Seit 27. März sitzt der gebürtige Wiesbadener in Untersuchungshaft.

Weiterer Missbrauchsfall wird bekannt

Später kam heraus: Bereits vor dem Missbrauch seiner Tochter soll sich der Beschuldigte massiv an einem Kind vergriffen haben. Opfer war die Nichte seiner damaligen Lebensgefährtin. In der Anklage sind elf schwere Übergriffe zwischen September 2015 und Juni 2017 erfasst.

Als das Martyrium für das Mädchen begann, war es acht Jahre alt. Die Tatorte waren Wohnungen im Barclayweg und in der Chemnitzer Straße. In einem Fall verging er sich sogar während einer Autofahrt an dem Kind. Von einem sexuellen Übergriff im November 2016 soll der Angeklagte mit seinem Handy auch ein Video gemacht haben.

Fabian H. sei grundsätzlich bereit, sich zu den Anklagevorwürfen zu äußern, sagte sein Verteidiger Stefan Wirth zum Prozessauftakt. Wie zu erfahren war, hatte der mutmaßliche Sextäter bereits im Ermittlungsverfahren gegenüber der Polizei zu zumindest einem Tatkomplex ausgesagt. Ein Geständnis im Prozess gilt deshalb als wahrscheinlich. Die 3. Strafkammer des Landgerichts unter Vorsitz von Richter Norbert Göbel hält es aus diesem Grund auch für vermeidbar, dass Opfer wie die leibliche Tochter des Angeklagten vor Gericht als Zeugen befragt werden müssen.

Sicherheitsverwahrung kommt in Betracht

Der erste Prozesstag endete daher mit einem nichtöffentlichen Rechtsgespräch zwischen Gericht, Staatsanwaltschaft, Nebenklage und Verteidigung, um nach Möglichkeit eine Verständigung zu erzielen.

Dem Gericht zufolge kommt im Falle einer Verurteilung auch eine Sicherungsverwahrung in Betracht. Mit dieser Maßnahme soll die Allgemeinheit vor gefährlichen Straftätern geschützt werden. Der Beschuldigte bliebe damit auch hinter Schloss und Riegel, nachdem er seine Freiheitsstrafe verbüßt hat.

Für den Prozess sind noch zwei Verhandlungstage geplant. Ein Urteil wird für den 14. Januar erwartet.

Von RND/Frank Döring

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