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Panorama Das Clogs-Comeback: Klappern gehört zum Schuhwerk
Nachrichten Panorama Das Clogs-Comeback: Klappern gehört zum Schuhwerk
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13:41 24.03.2019
Clogs von heute: die sogenannten Diorquakes. Quelle: Hersteller
Hannover

Sie sind wahrlich keine Leisetreter. Aber genau das ist es, was sie auszeichnet: Clogs sind wieder auf dem Vormarsch. Zuletzt waren die Schuhe, auch Klotschen genannt, in den Siebziger- und Achtzigerjahren angesagt. Viele vermeinen den Ursprung der hinten offenen Pantinen mit der zumeist hölzernen Sohle in den Niederlanden. Doch tatsächlich stammen Clogs aus England.

Heute gibt es die ehemaligen Arbeiterschuhe in unterschiedlichen Materialien und Formen. Krankenhauspersonal trägt sie schon lange aus praktischen Gründen in entsprechend praktischem Design mit leisen und leicht zu desinfizierenden Kunststoffsohlen und Fersenriemen. Deutlich mehr Hingucker-Potenzial haben die neuesten, meist aufwendig bestickten oder bedruckten Modelle angesagter Labels.

Mehr Bodenhaftung im Modezirkus

Dass ausgerechnet Dior seine Models für die diesjährige Frühjahrs- und Sommerkollektion in den trotz bohememäßiger Muster doch eher klobigen Clogs über den Laufsteg geschickt hat, gilt als kleine Sensation, stand doch die Marke jahrzehntelang für elegante Damenschuhe mit hohem Absatz. Aber mit Chefdesignerin Maria Grazia Chiuri weht ein neuer Wind durch das traditionsreiche Couture-Haus.

Schon mit ihren Slogan-T-Shirts à la „We should all be feminists“ machte sie Furore. Mit ihren Clogs namens „Diorquakes“ sorgt die gebürtige Italienerin einmal mehr für Bodenhaftung im Modezirkus. Quake bedeutet Beben. Doch dass die Welt nun vor den lauten Holzschuhen wirklich erzittert, ist eher unwahrscheinlich – auch wenn manche Modeexperten in dem Gegenentwurf zum sexy Stiletto ein feministisches Signal sehen.

Balenciaga setzt auf Clogs in Kaugummipink Quelle: Hersteller

Einen einheitlichen Stil gibt es bei den Clogs nicht. Jede Marke interpretiert sie auf ihre Weisen. Balenciaga etwa setzt auf Modelle in Kaugummipink, Verzierungen mit bunten Stickern und einer Sohle, die das Gefühl vermitteln, auf Kinderstelzen zu laufen. Marni wiederum hat Clogs entworfen, die ein bisschen so ausschauen, als hätte man sich zwei braune Meerschweinchen unter die Füße geschnallt. Und Alexander McQueens Modelle in schwarzem Veloursleder mit Nieten kommen punkig daher.

Wie sämtliche Clogs-Varianten richtig im Komplettlook kombiniert werden? „Wenn man sich das Styling anschaut – wie bekannte Blogger die Clogs tragen – dann geht es mal wieder um den Stilbruch!“, sagt Mode- und Schuhexpertin Claudia Schulz: „Das Zusammenspiel von zart mit hart, lässig mit elegant, maskulin mit feminin ist im Moment das Credo der Fashionszene. Und in diesem Kontext passt dann auch das klobige Clog-Thema wieder sehr gut.“ Da werden beispielsweise mädchenhafte Söckchen mit Spitzenrand oder ein femininer Plisseerock zu Clogs kombiniert.

Konkurrenz für den Sneaker

Unterm Strich lässt sich sagen: Das Einzige, was die vielen Clog-Modelle eint, ist, dass sie dem Sneaker, dem Leisetreter, Konkurrenz machen. Das Auftreten in Clogs ist im doppelten Wortsinn ein anderes als in Turnschuhen.

Ob die Holzpantoffeln aber dem Sneaker eines Tages den Rang ablaufen, ist fraglich. Schuhexpertin Claudia Schulz sieht Clogs weniger als Mainstreamphänomen: „Aber vielleicht ist das genau der Punkt: Eine Gruppe bestimmter Frauen distanziert sich mit Clogs modisch von der breiten Masse. Es könnte ein Statement sein – ähnlich wie bei den Ugly Sneakern. Speziell, wenn die Sohle aus einem Stück Holz besteht und sehr klobig ist.“

Von Andrea Mayer-Halm

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