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Panorama „Das führt ins Elend“: Ostbeauftragter gegen Ost-Quote
Nachrichten Panorama „Das führt ins Elend“: Ostbeauftragter gegen Ost-Quote
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12:07 17.02.2019
Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Christian Hirte (CDU). Quelle: epd
Berlin

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte (CDU), hat sich gegen eine Quotenregelung für Ostdeutsche in Führungsämtern ausgesprochen. Eine Ost-Quote könne nicht funktionieren, sagte Hirte am Sonntag im RBB-Inforadio. Im Ergebnis könnten dann auch einzelne Bundesländer eigene Quoten fordern.

„Jetzt hatten wir eine Kanzlerin, die einen Wahlkreis in Mecklenburg-Vorpommern hatte. Wir hatten einen Bundespräsidenten, der kam - teilweise zumindest - auch aus Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Hirte. Wenn man eine Ost-Quote fordere, „dann frag ich, wo bleiben denn die Thüringer?“ Man müsse dann auch überlegen, ob eine Länderquote nötig sei. „Und dann sagen die Schleswig-Holsteiner: Ja, aber wir brauchen auch noch einen. Das führt ins Elend“, sagte der Thüringer CDU-Politiker.

Kein Nachteil aus dem Osten zu sein

Hirte betonte, er sehe keinen „Nachteil, aus den neuen Bundesländern zu sein“. Er sagte: „Man hat die gleichen Chancen wie alle anderen.“ Dass trotzdem weniger Ostdeutsche in Führungspositionen seien, habe ganz unterschiedliche Gründe. In der Justiz zum Beispiel habe es nach 1990 in den neuen Bundesländern niemanden gegeben, „der die Laufbahn-Voraussetzungen hatte, um Richter zu werden“.

Christian Hirte

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Heute sei es für einen jungen Juristen aus den neuen Ländern aber „genauso einfach, ich würde sogar fast vermuten einfacher, Richter zu werden und eine Karriere zu machen, später Präsident eines Gerichts zu werden oder in der Verwaltung Karriere zu machen“.

In der Politik hätten Ostdeutsche die gleichen Chancen wie andere, betonte Hirte. Unterschiede gebe es allerdings bei Unternehmen, wo es für Ostdeutsche nach wie vor schwieriger sei. Grund dafür sei, dass große Unternehmen ihren Unternehmenssitz nicht in den neuen Bundesländern hätten.

Gysi für Einführung der Ost-Quote

Für die Einführung einer Ost-Quote hat sich dagegen Ex-Linken-Chef Gysi ausgesprochen, wie der RBB weiter berichtete. Ostdeutsche würden noch immer benachteiligt und deshalb brauche man „eine strukturelle Lösung“, sagte Gysi dem Sender. „Wenn es eine Strukturfrage ist, dann muss man eingreifen und über eine Quote Schritt für Schritt für Gleichberechtigung sorgen.“

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Von RND/epd