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Panorama Polizist hebt Geld mit EC-Karte eines Toten ab
Nachrichten Panorama Polizist hebt Geld mit EC-Karte eines Toten ab
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19:29 24.06.2019
Ein Polizist hob mit der EC-Karte eines Toten mehrfach Geld ab. Quelle: epd/Norbert Neetz (Symbolbild)
Neubrandenburg

Dreister Diebstahl anstatt Spurensicherung: Die Zweigstelle Demmin des Amtsgerichts Neubrandenburg hat einen Polizisten zu einer achtmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt, weil er mit der EC-Karte eines Toten 1990 Euro von dessen Konto abgehoben hat. Die Videoaufnahmen einer Bank überführten den 32-Jährigen. Wie der Neubrandenburger Oberstaatsanwalt Ralf Röder sagt, ist das Urteil bereits im Januar gesprochen worden.

Urteil gegen Polizisten noch nicht rechtskräftig

Allerdings ist das Urteil noch immer nicht rechtskräftig. Denn der Beamte hat Berufung eingelegt, welche das Landgericht wiederum Ende Mai verwarf. Nun muss sich jedoch das Oberlandesgericht in Rostock mit dem Fall beschäftigen, da der Mann daraufhin Revision einlegte. Das bestätigt der Vorsitzende Richter des Landgerichts, Christian Weidlich.

Der dreiste EC-Karten-Diebstahl ereignete sich bereits im Januar 2018. Der Polizist war in der Wohnung des Toten, um Spuren zu sichern. Doch stattdessen griff er zur Geldkarte samt Geheimzahl und hob viermal Geld ab. Erst zehn Monate später – im Oktober 2018 – wurde das Verbrechen bekannt. Die Videoaufnahmen der Bank überführten den 32-Jährigen, woraufhin er wegen Computerbetrugs vor Gericht gestellt wurde. Dieser Tatbestand ahndet laut Paragraf 263a des Strafgesetzbuches unerlaubtes Geldabheben.

Polizist soll entlassen werden

Laut Innenministerium wurde der Beamte nach Bekanntwerden der Tat im Vorjahr vom Dienst suspendiert und ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Ziel sei die Entlassung des Streifenbeamten aus dem Landesdienst. Dies sei aber erst mit rechtskräftigem Urteil möglich, sagte eine Sprecherin.

Von RND/Ann-Christin Schneider

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