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Panorama Ermittler: Vermisste Rebecca wohl im Haus des Schwagers getötet – 150 neue Hinweise
Nachrichten Panorama Ermittler: Vermisste Rebecca wohl im Haus des Schwagers getötet – 150 neue Hinweise
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11:29 07.03.2019
Der Fall Rebecca war Thema in der Sendung „Aktenzeichen XY... ungelöst“ mit Moderator Rudi Cerne. Quelle: Matthias Balk/dpa/Polizei Berlin
Berlin

Die vermisste 15-jährige Rebecca hatte nach Ansicht der Ermittler zum Zeitpunkt ihrer mutmaßlichen Tötung das Haus ihres Schwagers wohl nicht verlassen. Das sagte Michael Hoffmann vom Landeskriminalamt Berlin in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend. Der dringend tatverdächtige Schwager von Rebecca sei zur mutmaßlichen Tatzeit allein mit ihr im Haus gewesen. Dies ergebe sich vor allem aus dem Telefonverhalten Rebeccas und den Router-Daten im Haus des Schwagers.

Nach der Sendung seien rund 150 neue Hinweise bei der zuständigen Berliner Mordkommission eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. „Die werden jetzt alle abgearbeitet. Das wird eine Zeit lang dauern.“

Rebecca war demnach in den Morgenstunden des 18. Februar aus dem Haus ihres 27-jährigen Schwagers und ihrer Schwester verschwunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie getötet wurde. Ihr Schwager sitzt seit Montag in Untersuchungshaft und schweigt zu den Vorwürfen.

Chronologie der Ereignisse

18. Februar: Rebecca wird als vermisst gemeldet

21. Februar: Die Polizei veröffentlicht Fahndungsbilder

23. Februar:
Ermittler gehen von Verbrechen aus

26. Februar:
Rebeccas Familie bereitet ein Detail Kopfzerbrechen

28. Februar:
Der Schwager wird erstmals festgenommen

01. März:
Rebeccas Schwager wird aus U-Haft entlassen

04. März:
Erneuter Haftbefehl gegen Schwager

05. März:
Neue Beweise belasten Schwager schwer

06. März:
Polizei veröffentlicht Fotos des Schwagers

Rebeccas Schwager schweigt bisher zu den Vorwürfen gegen ihn

Laut Hoffmann unternahm der Schwager am Tag ihres Verschwindens und am darauffolgenden Tag zwei Fahrten, die er nicht erklären kann. Mit dem himbeerroten Twingo der Familie wurde er demnach am 18. Februar um 10.47 Uhr und am 19. Februar um 22.39 Uhr auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) von einem automatischen Kennzeichenerfassungssystem registriert. Die Polizei fragt nun, wer das Auto des Verdächtigen am Vormittag des 18. Februar und am Abend des Folgetages gesehen hat. Sie veröffentlichte dazu Fotos des Tatverdächtigen und des Fahrzeugs.

Bei der Suche nach der vermissten Rebecca bitten die Ermittler die Bevölkerung um Mithilfe. In diesem Zusammenhang veröffentlichten Polizei und Staatsanwaltschaft auch Fotos des verdächtigen Schwagers.

Der Schwager schweigt bisher zu den Vorwürfen gegen ihn. Die Eltern und Schwestern von Rebecca halten ihn weiterhin für unschuldig. Rebeccas Vater sagte dem Sender RTL: „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf.“ Er bat seinen Schwiegersohn: „Florian, rede einfach! Klär das, damit die ganze Suche in die andere Richtung geht, und zwar in die richtige. Wir müssen Becky finden.“

Von RND/dpa