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Panorama "Frikadellenkrieg" in Dänemark: Windkraft als Gegenleistung für Schweinefleisch
Nachrichten Panorama "Frikadellenkrieg" in Dänemark: Windkraft als Gegenleistung für Schweinefleisch
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16:36 21.01.2016
Ferkel aus einer Schweinezucht. Quelle: Bernd Wüstneck /dpa
Randers

Nach dem Frikadellenkrieg in Randers kam der Kuhhandel: Als Gegenleistung für den geforderten Beschluss, dass in Kindergärten und Schulen der Stadt „zur Wahrung der dänischen Esskultur“ täglich Schweinefleisch auf den Speiseplänen stehen muss,  hat die fremdenfeindliche, rechtspopulistische Dänische Volkspartei (DF) in der Ratsversammlung der Hafenstadt postwendend ihren Widerstand gegen die Errichtung von fünf 130 Meter hohen Windkraftanlagen in der Nähe der Stadt aufgegeben.

Die waren ein wichtiges Anliegen der rechtsliberalen Venstre-Ratsfraktion, die zuvor - teilweise  gegen ihren eigentlichen Willen – dem Schweinefleisch-Diktat der DF zugestimmt hatte. Für Gegner der Windkraftanlagen ist dieser politische Kuhhandel „eine Schweinerei“. Die Volkspartei „tritt die Wähler mit Füßen“, sagte eine Sprecherin den lokalen Windkraft-Gegner dem Rundfunksender Danmarks Radio (DR).

rw