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Panorama Fünf Menschen erschossen: Tatverdächtiger von Kitzbühel fliegt aus FPÖ
Nachrichten Panorama Fünf Menschen erschossen: Tatverdächtiger von Kitzbühel fliegt aus FPÖ
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15:27 07.10.2019
Nach der schreklichen Tat von Kitzbühel wird ein Sarg aus dem Einfamilienhaus herausgetragen. Quelle: Kerstin Joensson/AP/dpa
Kitzbühel

Über den 25-jährigen Mann, der am Wochenende in Kitzbühel seine Ex-Freundin sowie deren Freund, ihren Bruder und ihre Eltern erschossen haben soll, kommen immer mehr Details ans Licht. Inzwischen löst der Fall auch politische Diskussionen aus: Der 25-Jährige war Mitglied der FPÖ. Die rechte Partei hat ihn inzwischen ausgeschlossen.

„Fakt ist, dass der mutmaßliche Täter im Jahr 2014 für zwei Monate als Jugendreferent Mitglied der Stadtparteileitung der FPÖ Kitzbühel tätig war. Nach seinem Ausscheiden war er bis Sonntag einfaches Parteimitglied, ohne Funktion oder Mandat“, sagte FPÖ-Landesparteigeneralsekretär Patrick Haslwanter der "Kronen-Zeitung". Wegen „Gefahr in Verzug“ sei er am Sonntag nach Bekanntwerden der schrecklichen Tat aus der Partei ausgeschlossen worden.

Fünf Tote in Kitzbühel: Mann tötet Ex-Freundin und ihre Familie

SPÖ-Posting mit Folgen

Die SPÖ-Ortsgruppe aus Langenzersdorf hatte nach Bekanntwerden mit einem Posting auf ihrer Facebook-Seite für Aufsehen gesorgt. Sie nutzte die Tat als Rundumschlag gegen die Rechtspopulisten: "Nun stellt sich heraus, dass der Täter erneut aus dem engeren Umfeld der FPÖ kommt. Erst unlängst schoss ein anderer FPÖ-Politiker wild von einem Balkon. Und auch das war kein Einzelfall. Denn bereits davor schoss bereits wieder ein anderer FPÖ-Politiker auf eine 13-Jährige“, schrieb die Ortsgruppe. Der Hintergrund des Täters sei daher eine Tatsache, über die man sich in diesem Zusammenhang ernsthaft den Kopf zerbrechen müsse.

Das Posting der SPÖ-Ortsgruppe hat nun interne Konsequenzen. SPÖ-Landesgeschäftsführer Wolfgang Kocevar entschuldige sich im Namen der SPÖ Niederösterreich "für das gespürlose und völlig pietätlose Posting der SPÖ Langenzersdorf". Es werde für den Verantwortlichen einen Parteiausschluss aufgrund parteischädigenden Verhaltens beantragt. Ein so tragisches Ereignis dürfe nicht für parteipolitische Zwecke missbraucht werden und sei der Sozialdemokratischen Partei unwürdig.

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RND/msc/dpa

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